easyCredit BBL

130. Auflage des Liga-Klassikers: BMA365 Bamberg Baskets zu Gast in Berlin

23.01.2026

Keine andere Partie gab es häufiger in der 60-jährigen Liga-Geschichte der Basketball Bundesliga! Am Sonntag ab 16:30 Uhr kommt nun in der Berliner Max-Schmeling Halle zum bereits 130. Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften aus Bamberg und Berlin. (Foto: Daniel Löb)

Diesmal trifft man sich am 17. Spieltag in der easyCredit BBL. Die Berliner gehen mit zuletzt zwei Siegen in Folge als Tabellendritter in die Partie gegen die BMA365 Bamberg Baskets, die aber ihrerseits nach dem Derbysieg gegen den Zweiten der Liga aus Würzburg mit ordentlich Rückenwind in die Hauptstadt reisen.   

Tip-Off am Sonntag bei ALBA BERLIN ist um 16:30 Uhr. Natürlich ist die Partie, wie alle Spiele der easyCredit BBL sowie des BBL-Pokals live bei DYN zu sehen. Das Aufeinandertreffen der beiden Liga-Dinos aus Bamberg und Berlin gibt es am Sonntag aber zudem auch im Free-TV zu sehen und zwar bei WELT TV.

„Nach dem Spiel gegen Würzburg treten wir wieder gegen eine Mannschaft an, die ganz oben in der Tabelle steht und das diesmal noch dazu auswärts. ALBA hat sich im Laufe der Saison enorm gesteigert und spielt aktuell einen sehr guten Basketball. Sie forcieren sehr viele Turnover bei ihren Gegnern und spielen aggressiv in der Verteidigung. Offensiv bewegen sie zudem den Ball extrem gut. Gerade auswärts in Berlin zu bestehen, wird für uns eine sehr schwierige Aufgabe, die uns alles abverlangen wird. Wir müssen ganz besonders auf den Ball aufpassen und mit der Aggressivität des Gegners klarkommen.“
Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets)

Wie die Würzburger haben sich auch die Albatrosse in der Basketball Champions League für die Runde der letzten 16 Mannschaften qualifiziert. In Gruppe K treffen die Berliner auf die Griechen von AEK Athen und Karditsa Iaponiki sowie auf das türkische Team von Tofas Bursa. Zum Auftakt der Round of 16 war man am Dienstagabend zum ersten Spiel der Achtelfinal-Runde in der Türkei gefragt und besiegte den aktuellen Neunten der türkischen SüperLiga mit 94:90. Nachdem man die ersten drei Viertel permanent in Rückstand gelegen hatte, drehte ALBA die Partie im letzten Viertel noch zu seinen Gunsten. Innerhalb von nur 2:15 Minuten verwandelten die Berliner einen 60:68 Rückstand nach dem dritten Viertel in eine 72:68-Führung, die sie sich bis zum Schluss nicht noch einmal nehmen ließen und so ihren ersten Sieg in der Round of 16 einfahren konnten. 

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Nach der Niederlage zum Saisonstart gegen Trier (92:97) sowie der in Würzburg (92:96) waren die Albatrosse mit 1:2 in die Saison gestartet. Im Pokal-Achtelfinale ließ man dann mit einem 90:68-Heimsieg gegen Ulm erstmals aufhorchen, ehe man eine Woche später auf eigenem Parkett auch gegen den FC Bayern München (67:61) triumphierte. Auch in Bonn, gegen den MBC, gegen Jena, in Chemnitz und gegen Frankfurt siegten die Berliner, ehe man dann am 10. Spieltag ausgerechnet beim bis dahin noch sieglosen Tabellenschlusslicht in Hamburg mit 80:99 unterlag. Aktuell steht ALBA mit einer Bilanz von 11 Siegen und 5 Niederlagen auf Platz drei der Tabelle. In eigener Halle konnte man sechs der acht Spiele gewinnen. Lediglich gegen Trier und gegen Ulm (66:67) ging man als Verlierer vom Parkett. Alles weiter zu ALBA BERLIN gibt es jetzt in unserem Gegnercheck, präsentiert vom Autohaus Ullein.

Die gute Ballbewegung der Albatrosse hat Coach Anton Gavel schon angesprochen. Beleg hierfür sind die durchschnittlich 20,3 Assists, die die Berliner pro Spiel verteilen und damit den Bestwert in der gesamten Liga stellen. Vergleicht man die statistischen Werte beider Mannschaften, so kann man nur kleine Unterschiede feststellen. Exakt identisch mit 36,3 Prozent ist zum Beispiel die Dreierquote beider Teams. Während die Bamberger bei allen anderen Wurfquoten leicht die Nase vorne haben, spricht das Rebounding für ALBA. Der Unterschied von 37,6 zu 34,2 ist mit minus 3,4 jedoch nicht allzu groß. (Fotos: ALBA BERLIN)

Der Umbau im Berliner Kader war vor dieser Saison so groß wie schon lange nicht mehr. Tim Schneider, Louis Olinde, Elias Rapieque, Gabriele Procida, Yanni Wetzell, Matt Thomas, William McDowell-White, Amon Levi Dörries, Abdulah Kameric, David McCormack, Michael Kessens und Robert Baker II werden als Abgänge des Clubs gelistet. Mit Malte Delow (24 Jahre – SF – 1,97 m) und Jonas Mattisseck (26 Jahre – SG – 1,92 m) konnte man jedoch zwei Berliner-Jungs an Bord behalten. Besonders wertvoll ist aber die Tatsache, dass mit dem Isländer Martin Hermannsson (31 Jahre – PG – 1,91 m) ein EuroLeague-erfahrener Point Guard das Team auch in dieser Saison dirigiert und lenkt. Mit Justin Bean (29 Jahre – PF – 2,01 m) ist auch der US-amerikanische Energizer der Albatrosse weiter an Bord, ebenso wie Anton Nufer (19 Jahre – SG – 1,99 m), der 2022 von Ehingen/Urspring in die Hauptstadt gewechselt war. 

Mit Rejean „Boogie“ Ellis hatten die Berliner einen Top-Spieler in die Hauptstadt holen können, der auch in den ersten BBL-Matches gleich mit 13,3 Punkten pro Partie überzeugen konnte. Die Qualitäten des US-Amerikaners sprach sich jedoch schnell bis in die Vereinigten Arabischen Emirate durch und nach nur sechs Spielen in Berlin schnürt Ellis nun seit Ende Oktober für Dubai Basketball die Turnschuhe. 

Neben Martin Hermannsson und Justin Bean besetzten die US-Amerikaner Moses Wood (26 Jahre – PF – 2,06 m / spielte bei den Valley Suns in der NBA G-League), J'wan Roberts (24 Jahre – C – 2,03 m / kam von der University of Houston) und Alex O'Connell (26 Jahre – SG – 1,96 m / spielte letzte Saison in der NBA G-League für die Westchester Knicks) sowie der Litauer Martynas Echodas (28 Jahre – C – 2,06 m / kam von Manisa Basket aus der Türkei) die Ausländerstellen bei ALBA. BBL-Erfahrung brachten der Ex-Bonner Sam Griesel (25 Jahre – SF – 2,00 m), der Ex-Oldenburger Norris Agbakoko (26 Jahre – C – 2,18 m) und der bereits für Göttingen, Bamberg, Oldenburg und Heidelberg in der BBL aktive und in Berlin geborene Bennet Hundt (27 Jahre – PG – 1,80 m) an die Spree. Nevio Bennefeld (18 Jahre – C – 2,11 m), Richard Schmitt (18 Jahre – SF – 2,04 m), Anton Kemmer (17 Jahre – PF – 2,04 m) und Mathéo Hermann (18 Jahre – PG – 1,94 m) sind zudem auf dem Roster des Tabellen-Siebten der Vorsaison zu finden.

Nach zwei Jahren bei RASTA Vechta und KK Mega Basket in Serbien ist Jack Kayil (19 Jahre – PG – 1,90 m) zurück in seiner Geburtsstadt. Zweifelsohne zählt er zu den größten Talenten im deutschen Basketball. Seine Laufbahn begann er in Berlin beim TuS Neukölln, ehe er 2021 zu ALBA in die Jugend wechselte. Mit der U19 der Albatrosse wurde er 2023 Deutscher Meister und zudem als „Rookie of the Year“ als bester Nachwuchsspieler der Saison ausgezeichnet. Im Nationaldress gewann er mit der U16 2022 die B-Europameisterschaft sowie ein Jahr später bei der U18-EM die Bronzemedaille. 2024 holte der Aufbauspieler mit dem DBB-Team bei der U18-EM in finnischen Tampere sensationell den Titel. Im Trikot der Berliner bringt er es aktuell auf Durchschnittswerte von 11,7 Punkte, 2,3 Rebounds und 3,7 Assists pro Spiel bei einer Effektivität von 10,8. 

Seine Karriere in Deutschland begann 2012 im Artland und zwar als Athletiktrainer in Quakenbrück. Zwischen 2013 und 2015 war Pedro Calles dann Co-Trainer der Dragons. Zwischen 2015 und 2018 bekleidete er die Assistenz-Trainer-Stelle bei RASTA Vechta, ehe man ihn 2018 zum Cheftrainer beförderte. Seinen Dreijahresvertrag erfüllte er hier jedoch nicht, denn zur Spielzeit 2020/21 zog er die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag und wechselte zum Ligakonkurrenten nach Hamburg. Bei den Towers coachte der Spanier dann bis Sommer 2022, ehe er erneut im Norden Deutschlands bei den EWE Baskets in Oldenburg anheuerte. In seiner zweiten Saison an der Hunte wurde er Anfang November 2024 bei den Donnervögeln entlassen und er wechselte in den Coaching Staff zu ALBA BERLIN. Hier war er zunächst als Co-Trainer seines Landsmanns Israel Gonzalez tätig, ehe er nach dessen Entlassung im März 2025 zum Head Coach bei ALBA ernannt wurde. In der Saison 2018/2019 bei RASTA Vechta wurde Pedro Calles zum Trainer des Jahres in der BBL gewählt. 

ALBA BERLIN wurde im Jahr 1991 gegründet und ging aus dem DTV Charlottenburg hervor. Seit 2006 wird die Profi-Abteilung des Vereins in einer GmbH geführt. Neben einem Dutzend Spielzeiten in der EuroLeague, spielten die Berliner ebenso 12 Saisons im EuroCup. In dieser Spielzeit geht man nun erstmals in der Basketball Champions League an den Start. Insgesamt konnte ALBA elf Deutsche Meisterschaften sowie elf Pokalsiege erringen. Den Korać Cup gewann man 1995.

Tip-Off zum absoluten BBL-Klassiker zwischen Berlin und Bamberg ist am Sonntagnachmittag um 16:30 Uhr. Die 130. Auflage des Aufeinandertreffens gibt es natürlich live bei Dyn zu sehen. Kommentiert wird das "Dyn Topspiel" von Paddy Fritzsche und Sebastian "C-Bas" Meichsner. Die Übertragung beginnt bereits um 16:10 Uhr. Auch ohne Dyn-Abo kann man am Sonntag live in der Max-Schmeling Halle mit dabei sein. Die Partie wird zudem auch im Free TV bei WELT TV zu sehen sein.