Ausrufezeichen! BMA365 Bamberg Baskets gewinnen beim Deutschen Meister
Im Vorfeld der Partie hatte Daniel Keppeler versucht, seinen neuen Bamberger-Mannschaftskollegen klarzumachen, welche besondere Bedeutung die Partien gegen ALBA BERLIN haben. Dem Center schien das offensichtlich ganz hervorragend gelungen zu sein, denn mit 98:83 (46:39) siegten die BMA365 Bamberg Baskets am 4. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga beim amtierenden Deutschen Meister in Berlin. (Fotos: Tilo Wiedensohler)
In der mit 9.060 Zuschauern gefüllten Uber Arena ging Bambergs Nummer 31 aber nicht nur mit Worten voran. Nach seiner Einwechslung im ersten Viertel steuerte er bis zum 15:3 (7.) bereits sieben Zähler bei und brachte vor allem mit seinen immer wieder kraftvollen Abschlüssen am ALBA-Korb die notwendige Energie ins Spiel und sein Team so auf Kurs.
Bereits Mitte des ersten Viertels hatte sich der amtierende Pokalsieger zweistellig absetzen können. Die Berliner kämpften sich jedoch immer wieder zurück ins Spiel und waren knapp sechs Minuten vor dem Ende nach dem Dreier von Malte Delow wieder bis auf 72:75 herangekommen. Jordan Wright & Co. hatten aber jeweils die passende Antwort parat und erspielten sich am Ende einen verdienten Sieg in der Hauptstadt.
Die besten Werfer in Reihen des Meisters waren Jack Kayil und Joe Wieskamp mit jeweils 16 Punkten. Für die BMA365 Bamberg Baskets punkteten fünf Spieler zweistellig. Jordan Wright traf mit 23 Zählern am besten.
„Es war ein wildes Spiel hier in Berlin und ich bin stolz auf die Mannschaft, dass es uns jetzt bereits am Anfang der Saison hier in Berlin gelungen ist, konstant zu spielen. Berlin kämpft immer und zum Ende hin sind sie ja noch einmal stark zurückgekommen, aber da haben wir gut dagegengehalten. Wir haben es heute geschafft, unseren Kopf ganz einfach nicht zu verlieren. Wir sind fokussiert geblieben, auch wenn einmal etwas nicht funktioniert hat.“
Der Spielverlauf:
Das Gastspiel beim Meister begann Head Coach Jesús Ramírez erneut mit Jordan Jones, Jordan Wright, Yuval Hochstadter, Trevon Scott und Hason Ward als seiner Starting Five. Tre Scott erzielte die ersten Bamberger Punkte (2:0/2.), die Berlins Neuzugang Joe Wieskamp per Dreier zur einzigen ALBA-Führung im gesamten Spiel beantworten konnte. Von hier an übernahmen nun die Bamberger die Initiative auf dem Parkett. Daniel Keppeler führte sein Team in nicht einmal zwei Minuten mit sieben Punkten zu einer 15:3-Führung (7.). Malte Delow stoppte den Bamberger Lauf mit einem Dreier, doch auf der Gegenseite antwortete Richard Balint ebenfalls aus der Distanz (18:6/8.). ALBA hatte sich zu diesem Zeitpunkt des Spiels bereits neun Ballverluste geleistet und womöglich hätte die Bamberger Führung nach dem ersten Viertel (22:11) noch höher sein können, wären einem nicht selbst auch schon acht Turnover unterlaufen.
Die ersten Bamberger Zähler des zweiten Viertels waren erneut ein Highlight. Daniel Keppeler umspielte Malte Delow, dunkte den Ball über Joe Wieskamp zum 24:12 (11.) und der Vorsprung wuchs weiter. Per Dreier stellte Yuval Hochstadter auf 32:17 (14.). ALBA schlug jedoch zurück und nach einem 10:2-Lauf waren die Albatrosse wieder herangekommen (34:27/16.). Dreier von Tre Scott sowie zwei von Richard Balint waren hier die Bamberger Antwort und man lag gut drei Minuten vor der Pause wieder klar in Front (43:29). Ein And-One von Mylik Wilson erhöhte die Führung wieder auf 15 Zähler (18.), ehe die Berliner mit einem 8:0-Lauf in den letzten beiden Minuten der ersten Halbzeit bis zur Pause wieder auf 46:39 stellen konnten.
Nach dem Seitenwechsel verkürzte ALBA weiter (48:43/22.), doch die Bamberger blieben ruhig und mit einem schwierigen Turnaround-Jumpshot startete Tre Scott die nächste starke Bamberger Phase, in der Dreier von Jordan Wright und Yuval Hochstadter zum 56:43 (24.) folgten. 2:44 Minuten vor Ende des dritten Abschnitts stand dann auf einmal Joshua Obiesie im Mittelpunkt. Nachdem er zunächst per Dreier zum 60:48 (26.) getroffen hatte, wurde ihm ein Technisches Foul angekreidet. Seine Proteste hier allerdings verständlich, denn die vorangegangene Entscheidung auf Shotclock-Violation war eine klare Fehlentscheidung. Das Team von Jesús Ramírez ließ sich aber auch hiervon nicht aus der Ruhe bringen und behauptete seinen Vorsprung über 66:54 (29.) bis zum 71:58 nach 30 Minuten.
Mit schlechten Nachrichten ging es in den Schlussabschnitt, denn bereits nach 54 Sekunden war das Spiel für Hason Ward mit seinem 5. Foul beendet. ALBA wurde wieder stärker und Nevio Bennefeld verkürzte mit sechs Zählern in Folge auf 71:64 (32.). Punkt um Punkt kamen die Berliner nun zurück ins Spiel. Justin Bean traf für drei Punkte (73:67/33.) und Malte Delow tat ihm eine Minute später gleich (75:72/35.). Jordan Wright aber antwortete sofort, indem er sich gegen Delow zum Korb durchtankte und abschloss (77:72/35.). Die beiden nächsten Würfe gehörten nun den Berlinern, doch nachdem Malte Delow zunächst scheiterte, wurde der Fast-Break Korbleger von Jack Kayil nach dem Ballverlust von Mylik Wilson vom zurückeilenden Wilson geblockt. Den aus dem Block entstandenen Schnellangriff nutzte Tre Scott für einen Dreier zum 80:72 (36.). 48 Sekunden und einen weiteren Dreier von Jordan Wright später war der Bamberger Vorsprung erneut zweistellig (85:75/37.). Richard Balint (88:75) und nochmals Jordan Wright (91:78/39.) trafen ebenfalls aus der Distanz und spätestens beim Korbleger von Jordan Jones, 66 Sekunden vor dem Ende, war beim 93:78 die Entscheidung zugunsten des Pokalsiegers gefallen.
Das hat das Spiel entschieden:
Die Dreier: Die Quote der Berliner von jenseits der 6,75-Meter-Linie war mit 37 Prozent (11/30) am Ende des Spiels nicht schlecht, doch die der Bamberger war besser. 14 ihrer 31 Dreipunktewürfe gingen in den Korb (45%). Besonders Jordan Wright (5/8) und Richard Balint (4/6) hatten am Samstagabend ein heißes Händchen in Berlin und trafen immer dann, wenn ALBA wieder etwas nähergekommen war.
Die Rebounds: Mit 40:28 gewannen die BMA365 Bamberg Baskets letztlich klar das Rebound-Duell. 14 Abpraller schnappte sich das Team aus Freak City dabei unter dem gegnerischen Korb (ALBA: 9 Offensiv-Rebounds).
Das DYN-Topspiel verpasst? Die gesamte Partie sowie die Highlights der Begegnung zwischen ALBA BERLIN und den BMA365 Bamberg Baskets gibt es auch in dieser Saison natürlich wieder bei DYN.
"Das war ein gutes Spiel von uns. Zunächst möchte ich meinen Spielern und dem Staff gratulieren. Wir haben in Bereichen, in denen uns bislang Erfahrung gefehlt hat – etwa bei der Intensität und Physis auf diesem Niveau –, einen großen Schritt nach vorn gemacht. Wir waren fokussiert, haben die körperliche Herausforderung angenommen und sind auch in schwierigen Phasen im Spiel geblieben. Als ALBA zweimal großen Druck aufgebaut hat, haben wir Ruhe bewahrt und wichtige Würfe getroffen. Ich bin überzeugt, dass meine Spieler in den nächsten Spielen dort anknüpfen werden."
"Gratulation an die Bamberger zum Sieg. Unser Gegner hat das Spiel von Beginn an dominiert und sich bereits im ersten Viertel einen großen Vorsprung erarbeitet. Trotz unserer Probleme, insbesondere in der Verteidigung, haben wir im vierten Viertel noch einmal einen Weg zurück ins Spiel gefunden und den Rückstand auf drei Punkte verkürzt. In den entscheidenden Momenten waren wir allerdings nicht ruhig und konsequent genug und haben vor allem defensiv weitere Fehler gemacht. Wir müssen unsere Probleme in der Verteidigung in den Griff bekommen, um uns weiterzuentwickeln."
ALBA BERLIN vs. BMA365 Bamberg Baskets 83:98
( 11:22 - 28:24 - 19:25 – 25:27 )
ALBA BERLIN:
- Ford 10 (4 Assists)
- GRIESEL 2
- Delow 9 (4 Rebounds, 3 Steals)
- KAYIL 16 (3 Steals, 2 Blocks)
- MATTISSECK 0 (4 Assists)
- WIESKAMP 16
- Nufer
- ANGEL 15
- Bennefeld 8 (4 Rebounds)
- Schmitt
- Bean 5 (4 Rebounds, 3 Steals)
- Böhmer 2
BMA365 Bamberg Baskets:
- Bähre 4
- WRIGHT 23 (7 Rebounds)
- JONES 7
- Wilson 10 (5 Assists, 3 Steals, 2 Blocks)
- Balint 14
- SCOTT 16
- Terry 2
- WARD 0 (3 Steals)
- Lang
- Keppeler 11
- HOCHSTADTER 6
- Obiesie 5
So geht es weiter:
Nach dem Spiel in der Hauptstadt bleiben die BMA365 Bamberg Baskets noch eine weitere Nacht in Berlin. Am Sonntag geht es dann von hier nämlich direkt weiter – und zwar nach Griechenland, wo man zum Auftakt der neuen Saison in der Basketball Champions League am kommenden Dienstag bei Peristeri Betsson zu Gast sein wird. Tip-Off am Dienstag bei Peristeri ist um 18:30 Uhr deutscher Zeit.
Das nächste Heimspiel wartet dann am kommenden Samstag (Tip-Off: 18:30 Uhr) auf alle Fans in Freak City, wenn die BMA365 Bamberg Baskets am nächsten BBL-Spieltag die Wölfe des SYNTAINICS MBC in der BROSE ARENA empfangen werden.