Big Win! BMA365 Bamberg Baskets siegen im Frankenderby gegen Würzburg
In der Tabelle ist es „nur“ ein Sieg. Für den Großteil der 5.700 Zuschauer in der ausverkauften BROSE ARENA war der Heimerfolg ihrer BMA365 Bamberg Baskets im Frankenderby gegen die Fitness First Würzburg Baskets aber weitaus mehr als nur ein gewonnenes Spiel. Nach zuletzt zwei Niederlagen in Serie bezwang die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Samstagabend den Tabellenzweiten der easyCredit Basketball Bundesliga mit 92:86 (50:44) und feierte so ihren achten Saisonsieg. (Fotos: Daniel Löb)
Topscorer in der von den LVM Versicherungen präsentierten Partie waren Ibi Watson mit 26 und Cobe Williams mit 22 Punkten. Erfolgreichster Punktesammler der Würzburger war Marcus Carr mit 20 Zählern.
„Dieser Sieg gegen Würzburg ist groß und natürlich auch sehr wichtig für uns. Nachdem wir zuvor zwei Spiele am Stück verloren hatten, galt es diese Serie zu beenden, und zwar gegen ein sehr gutes Team aus Würzburg, das auf dem zweiten Tabellenplatz steht. Dass und das heute nun auch tatsächlich gelungen ist, zeigt, dass mit uns zu rechnen ist. Persönlich bin ich natürlich zufrieden mit meiner Leistung, vor allem nach den beiden letzten Spielen, in denen es bei mir nicht so richtig gut lief. Heute habe ich mich gut gefühlt. Unser Coach hat mir gesagt, dass wir meine Würfe brauchen und ich sie nehmen muss, und zwar mit Selbstvertrauen. Genau das habe ich getan und sie sind reingegangen.“
Der Spielverlauf:
Vor ausverkauftem Haus legten die Bamberger sofort mit hohem Tempo los. Etwas mehr als eine Minute war gerade einmal gespielt, da lag das Team von Head Coach Anton Gavel nach Dreiern von Richard Balint und Cobe Williams bereits mit 6:0 (2.) in Front. Ibi Watson packte einen weiteren Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie zum 9:2 (3.) obendrauf. Auch defensiv standen die Bamberger stark und so gelang es den Würzburgern in den ersten drei Spielminuten gleich zweimal nicht, innerhalb der 24 zur Verfügung stehenden Sekunden einen Wurf auf den Korb abzugeben. Im Angriff versuchten es die Hausherren weiter aus der Distanz. Die ersten sieben Wurfversuche auf Bamberger Seite waren allesamt Dreier, von denen vier den Weg in den Korb fanden (12:5/5.). Der Vorsprung hätte hier sogar noch deutlicher sein können, doch unter anderem ging ein AlleyOop-Anspiel von Cobe Williams am Mitspieler vorbei ins Aus. Würzburgs Coach Sasa Filipovski hatte aber dennoch genug gesehen und unterbrach das Spiel mit seiner ersten Auszeit (14:5/5.). Mit der Einwechslung von David Muenkat hatte er hier auch den richtigen Schachzug parat. Der Kanadier drehte mächtig auf, erzielte innerhalb von nur 3:21 Minuten starke 13 Punkte und sorgte so quasi im Alleingang für die erste Würzburger Führung des Abends (18:20 /9.), worauf nun Anton Gavel die Bremse zog. Beim Stand von 24:24 ging es in die erste Viertelpause.
Mit einem Dreier von Austin Crowley, einem Power-Move von Zach Ensminger gegen Lukas Herzog sowie einem Dunk von EJ Onu und damit einem 7:0-Lauf starteten die Bamberger ins zweite Viertel (31:24/12.). Die Gäste schlugen jedoch umgehend zurück und glichen mit einem eigenen 7:0-Run wieder aus (31:31/14.). „Das Spiel der Läufe“ machte seinem Namen hier alle Ehre, denn nun waren wieder die BMA365 Bamberg Baskets an der Reihe. Aus dem 36:36 (16.) machten Watson, Demonia & Co. nach einer 9:0-Serie eine 45:36-Führung (18.). Der Tabellenzweite konterte jedoch abermals und nach Dreiern von Christian Skladanowski und Brae Ivey sowie dem Korbleger von Charles Thompson waren die Unterfranken wieder da (45:44/19.). Fünf Ensminger-Punkte sorgten dann aber doch noch für eine kleine Bamberger Halbzeitführung (50:44).
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Mit sieben Zählern am Stück von Jonathan Stove starteten die Gäste in die zweite Halbzeit und holten sich so innerhalb von 1:54 Minuten die Führung umgehend wieder zurück (50:51/22.). Zudem kassierte Demarcus Demonia bereits in der 23. Minute sein 4. Foul. Die Stimmung in der BROSE ARENA nach wie vor phänomenal und auch das Frankenderby von beiden Seiten weiterhin extrem intensiv geführt. Bis zum 60:60 (27.) nun beide Mannschaften Kopf an Kopf, ehe die Würzburger nun nochmals einen Gang nach oben schalteten. Ivey, Edigin und Carr legten in nur 50 Sekunden einen 7:0-Run aufs Parkett und die Fitness First Baskets waren den Bambergern wieder etwas entwischt (60:67/29.).
Nachdem Demarcus Demonia per Korbleger noch auf 62:67 vor den letzten zehn Minuten hatte verkürzen können, kam die Pause vor dem Schlussabschnitt den Bambergern anscheinend gerade recht. Mit Dreiern von Demarcus Demonia und Ibi Watson starteten die BMA365 Bamberg Baskets ins letzte Viertel und lagen so beim 68:67 (31.) wieder voraus. Nachdem Marcus Carr per Dreier zum 68:70 geantwortet hatte, schubste Jonathan Stove auf der Gegenseite EJ Onu während des AlleyOop-Anspiels in den Rücken. Das Foul gegen Stove wurde nach Coaches Challenge auf unsportliches Foul hochgesetzt und nachdem zunächst EJ Onu die beiden Freiwürfe verwandelte, setzte Cobe Williams noch einen ganz verrückten Dreier zum 73:70 (32.) hinterher. Der Bamberger Spielmacher entwickelte sich im Schlussabschnitt nun zum Go-to-guy. 11 seiner 22 Punkte erzielte er in den letzten zehn Minuten, darunter auch der Dreier zum 78:72 (33.). Fünf Minuten vor dem Ende war aber dennoch noch nichts entschieden (83:81/35.). Ibi Watson und Zach Ensminger hielten die Gastgeber nun auch weiterhin leicht in Front. Gut drei Minuten vor dem Ende war es dann erneut Cobe Williams, der mit einem weiteren wilden Dreier zunächst zum 88:81 (37.) traf und dann bei noch gut zwei Minuten Restspielzeit mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 92:83 (38.) die Weichen endgültig in Richtung Heimsieg für die BMA365 Bamberg Baskets stellte.
Sasa Filipovski (Head Coach Fitness First Würzburg Baskets):
„Glückwunsch an Bamberg zum Sieg. Sie haben heute immer wieder in letzter Sekunde ihre Dreier getroffen, während wir diese Würfe nicht getroffen haben. Mit dem, wie wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, bin ich nicht zufrieden. Auch mit dem Start bin ich unzufrieden, als wir gleich drei Dreier in Folge kassiert haben und dann insgesamt 50 Punkte in der ersten Halbzeit zugelassen haben. Nochmals Gratulation an Bamberg. Es war ein tolles Spiel für die Zuschauer hier in der Arena mit vielen Punkten und mit viel Intensität bis zum Ende. Wir müssen jetzt schnell regenerieren, denn wir hatten einen sehr anspruchsvollen Spielplan mit vielen Reisen. Meine Spieler haben ihr Bestes gegeben, aber dieses hohe Tempo zeigt seine Spuren, vor allem in Punkto Energie, denn wir konnten heute nicht so physisch spielen, wie wir das eigentlich wollten.“
Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):
„Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem wichtigen Sieg. Defensiv haben wir heute einen guten Job gemacht. Vor allem in der ersten Halbzeit konnten wir ihre Guards vor uns halten. Nach der Pause ist Marcus Carr dann besser ins Spiel gekommen und hat uns Probleme bereitet. Wichtig war, als wir sieben Punkte zurück lagen, dass wir hier nicht in Panik verfallen sind, sondern dann wichtige Würfe getroffen und auch weitere Stopps bekommen haben. Am Ende müssen wir einfach schlauer agieren, aber wir sind natürlich froh über den Sieg. In zwei Wochen sehen wir uns ja schon wieder, denn der Spielplan hat ein wenig Playoff-Charakter.“
BMA365 Bamberg Baskets vs. Fitness First Würzburg Baskets 92:86
( 24:24 – 26:20 – 12:23 – 30:19 )
BMA365 Bamberg Baskets:
- Ensminger 10
- WATSON 26
- Döntgens
- DEMONIA 13
- BALINT 5
- Petković
- WILLIAMS 22 (6 Assists)
- Krimmer 2
- Keppeler 0
- ONU 6 (2 Blocks)
- Höllerl
- Crowley 8 (9 Rebounds)
Fitness First Würzburg Baskets:
- Herzog 4
- Saffer
- CARR 20 (4 Assists)
- MINTZ 16 (4 Steals)
- Ivey 8
- Petric
- SKLADANOWSKI 3
- STOVE 7
- EDIGIN 8
- Thompson 4 (7 Rebounds)
- Muenkat 16 (7 Rebounds)
Ausblick:
Bevor man in zwei Wochen, am 1. Februar, dann auswärts erneut auf die Würzburger treffen wird, stehen noch zwei weitere Aufgaben auf dem Spielplan für die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel. Am kommenden Wochenende geht es nun zunächst in die Bundeshauptstadt, wo man am Sonntag, 25. Januar um 16:30 Uhr in der Max Schmeling Halle zu Gast bei ALBA BERLIN sein wird. Im nächsten Heimspiel bekommt man es dann bereits am darauffolgenden Mittwoch mit RASTA Vechta zu tun. Die Partie gegen die Niedersachsen musste am 2. Spieltag verschoben werden, da die Vechtaer im internationalen Wettbewerb unterwegs waren. Spielbeginn zum Nachholspiel gegen RASTA mit dem Ex-Bamberger Tibor Pleiß ist am 28. Januar um 20 Uhr. Tickets für die Partie gegen RASTA sind im Online-Shop sowie im Freak City Store unter der BROSE ARENA zu bekommen.