BMA365 Bamberg Baskets eröffnen 11. BBL-Spieltag in Jena
Im letzten Auswärtsspiel des Jahres 2025 sind die BMA365 Bamberg Baskets am Samstagabend beim Aufsteiger in Jena zu Gast. Die Partie des Teams von Head Coach Anton Gavel bei Science City Jena eröffnet den 11. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga und ist die letzte Begegnung für Ibi Watson & Co. vor Weihnachten, ehe dann im Jahresendspurt für die Bamberger in eigener Halle gegen Ulm (27.12.) und gegen den MBC (30.12.) noch zwei weitere Partien vor dem Jahreswechsel auf dem Programm stehen. Spielbeginn zur Begegnung bei Science City Jena ist am Samstag um 18:30 Uhr. Wie alle Partien der easyCredit BBL sowie des BBL-Pokals wird auch das Spiel zwischen den Thüringern und unseren BMA365 Bamberg Baskets live, exklusiv und in voller Länge bei DYN zu sehen sein. Kommentator Lino Atmowihardjo meldet sich ab 18:15 Uhr aus der Sparkassen-Arena.
„Als Aufsteiger hat Jena bislang sehr gut gespielt und auch schon wichtige Siege geholt. Die Verletzung von Great Osobor tut ihnen sicherlich weh, aber sie sind gerade auf der Guard-Position unheimlich stark. Hier haben sie enorm viel Firepower und da wird es für uns wichtig sein, ihre Guards nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. In Jena zu spielen ist nie einfach, da Björn Harmsen einen sehr guten Job macht, seine Mannschaft auf den Gegner einzustellen und vorzubereiten. Wir müssen auch auswärts weiterhin gute Leistungen liefern, denn im Dezember und dann auch im Januar kommen viele Spiele auf uns zu, in denen wir möglichst viele Siege holen wollen. Das geht aber nur über starke defensive Leistungen wie zuletzt gegen Heidelberg sowie eine Steigerung in der Offensive.“
Letztmalig standen sich beide Mannschaften vor fast sechs Jahren in der Sparkassen-Arena in Jena gegenüber. Auf Jenaer Seite spielte damals noch das legendäre Trio bestehend aus Julius Jenkins, Immanuel McElroy und Derrick Allen. Die Partie gewannen aber die Bamberger dank 26 Punkten und 8 Assists von Tyrese Rice. Am Ende der Saison musste Jena mit einer Bilanz von fünf Siegen und 29 Niederlagen als Tabellenletzter absteigen.
Mit der Verpflichtung von Great Osobor hatte man in Jena ein extrem gutes Händchen bewiesen. Der Spanier, der zudem die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, führte seine Team mit einem Schnitt von 16,1 Punkten pro Spiel an, als man mit einer Bilanz von vier Siegen und drei Niederlagen Ende November in die Länderspielpause ging. Während des FIBA-Fensters stand der 23-Jährige dann erstmals im Aufgebot der spanischen Nationalmannschaft und bestritt die beiden Länderspiele in der WM-Qualifikation. Nach dem Auftaktsieg in Dänemark (74:64) ging es auf Teneriffa gegen Georgien und hier verletzte sich Osobor schwer. Bereits im ersten Viertel erlitt er einen Kreuzbandriss sowie eine Meniskusverletzung, worauf er operiert werden musste und so bis Saisonende ausfällt. Aufgrund der so entstandenen Lücke auf der Center-Position sind die Jenaer aktuell dabei, den Spielermarkt nochmals zu sondieren.
Alles weitere zu unserem kommenden Gegner gibt es nun in unserem Gegnercheck, präsentiert vom Autohaus Ullein.
Mit vier Siegen aus den ersten neun Spielen stehen die Thüringer derzeit auf Tabellenposition 13. Die letzten beiden Spiele gingen jedoch verloren. Am Nikolaustag unterlag man auf eigenem Parkett gegen Ulm mit 70:92 und am letzten Spieltag musste man sich auch in Frankfurt bei den Skyliners mit 70:79 geschlagen geben. Nach der Partie gegen die BMA365 Bamberg Baskets warten in diesem Jahr noch das Auswärtsspiel in Ludwigsburg sowie das Heimspiel gegen Bonn auf Science City. (Fotos: Science City Jena)
Drei der besten fünf Scorer aus dem Vorjahr konnte man in Jena halten. Neben Robin Christen (34 Jahre – PF – 2,02 m), der in der letzten ProA-Spielzeit 15,6 Punkte pro Partie beisteuerte, sind auch Chris Carter (33 Jahre – PG – 1,93 m) und Lorenz Bank (24 Jahre – SF – 1,98 m) geblieben. Letzterer ist sehrt stark in sein erstes BBL-Jahr gestartet. Mit durchschnittlich 4,6 Punkten pro Spiel ist der im Moment der beste deutsche Scorer der Jenaer. Zudem holt sich der Small Forward 3,6 Rebounds pro Partie. Auch Jakob Lang (20 Jahre – PF – 2,01 m), Kristofer Krause (25 Jahre – SG – 1,90 m) und Alex Herrera (33 Jahre – C – 2,06 m) sind noch an Bord.
Wie im Fall von Jonas Wohlfarth-Bottermann, der auf dem Rücken seines Trikots nur WOBO stehen hat, so hat man sich auch in Jena für eine Verkürzung des Namens auf dem Jersey von Tavian Dunn-Martin (28 Jahre – PG - 1,73 m) entschieden. Auf dem Rücken des wieselflinken Point Guards, der zuletzt in der Canadian Elite Basketball League in Montreal gespielt hatte, ist nur T.D.M. zu lesen. Ebenfalls neu im Team von Björn Harmsen ist Joe Wieskamp (26 Jahre – PF – 1,98 m). Der US-Amerikaner kam aus Australien von den South East Melbourne Phoenix und holt mit 7,6 Rebounds die meisten Abpraller im Team. Mit seinen 13,5 Zählern pro Partie bringt er es auf die beste Effektivität bei Science City (15,9). Ebenfalls aus der ProA in die BBL aufgestiegen sind auch Keith Braxton Jr. (28 Jahre – SG – 1,96 m) und Naz Bohannon (26 Jahre – PF – 1,98 m). Braxton spielte die Vorsaison für Bochum und wurde am Ende der Spielzeit als MVP der ProA-Saison gekürt. In der BBL scoret er im Schnitt 11,0 Punkte und holt 5,3 Rebounds. Nazihar „Naz“ Bohannon kam aus Hagen an die Saale. Aus dem eigenen Nachwuchs zählen in dieser Spielzeit auch Maxim Bader (17 Jahre – SG – 1,90 m) und Daniel Biel (18 Jahre – PF – 1,98 m) zum Bundesligakader der Thüringer. Zudem ist Seikou Sisoho Jawara (25 Jahre – PG – 1,93 m) auf dem Jenaer Roster zu finden. Der Spanier kam bislang aber noch nicht zum Einsatz.
Jena ist für Eric Washington (32 Jahre – PG – 1,83 m) bereits seine dritte Station in der easyCredit BBL. Der US-Amerikaner stand in der Saison 2021/22 in Chemnitz unter Vertrag, wo er 19 BBL-Spiele im Team der NINERS absolvierte. Im Folgejahr zog er nach Heidelberg weiter und wurde zum Leader der Academics. 19,2 Punkte, 7,4 Assists und 3,8 Rebounds waren damals seine Durchschnittswerte bei den Heidelbergern, mit denen er nur knapp die Playoffs verpasste. Über Spanien, die Türkei, Italien und die USA führte der Weg den in Columbia, South Carolina geborenen Spielmacher zurück in die BBL. Auch bei Science City ist er mit 16,1 Zählern pro Partie der Topscorer und Motor (3,6 Rebounds, 5,1 Assists) im Team.
Die Haare nach hinten gekämmt, Brille, weißes Hemd mit Manschettenknöpfen und Krawatte … so kannte man Jenas Head Coach Björn Harmsen noch aus seinen Trainerzeiten in Gießen und Weißenfels. Der feine Zwirn hat Baseball-Cap und Trainingsjacke Platz gemacht. Die Brille sowie die ungeheure Leidenschaft am Coachen sind dem bereits seit 2005 tätigen Trainer hingegen über die Jahre geblieben. Neben Jena war Harmsen auch beim MBC, in Gießen sowie in Münster als Trainer tätig. Für einen geplanten Studienbeginn, so das Internet, soll er nach Bamberg gezogen sein, wo er sich dann jedoch komplett der Tätigkeit als Basketball-Lehrer widmete. Während seiner Arbeit als Nachwuchstrainer hospitierte er bei Bambergs Bundesliga-Basketballern, die damals von Dirk Bauermann trainiert wurden. Anschließend kehrte er nach Jena zurück, wo er als erst 24-Jähriger von Frank Menz das Zweitligateam übernahm.
Nach dem MBC war Jena die überhaupt erst zweite Mannschaft aus den neuen Bundesländern, der der Aufstieg in die Bundesliga gelang. Der Science City Jena e. V. wurde 2011 gegründet infolge der Insolvenz des vorherigen Stammvereins, dem TuS Jena. Mit über 400 aktiven Sportlern ist der Verein einer der 100 größten in ganz Deutschland. Der Name Science City Jena ist übrigens eine Anspielung an den Titel „Stadt der Wissenschaft“, den Jena im Jahr 2008 vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verliehen bekam. Das Jenaer Konzept stand damals unter dem Motto „Wissen und Wachsen – Made in Jena“ und konnte die Jury durch Kreativität und einen weit fortgeschrittenen Planungsstand zur Realisierung überzeugen. Jena setzte sich im Duell um den Titel gegen Potsdam durch und übernahm den Titel damals von einem weiteren BBL-Standort, nämlich von Braunschweig.
Tip-Off zum Spiel unserer BMA365 Bamberg Baskets bei Science City Jena ist am Samstag um 18:30 Uhr. Für alle, die am Spieltag nicht live in Thüringen mit vor Ort sein können, überträgt DYN die Partie live aus der Sparkassen-Arena. Kommentator ist Lino Atmowihardjo. Er meldet sich erstmals um 18:15 Uhr aus der Halle.