BMA365 Bamberg Baskets zu Gast beim Vorletzten in Heidelberg
Nach dem Pokal-Viertelfinale und dem Hinspiel treffen die BMA365 Bamberg Baskets am 25. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga nun zum dritten Mal auf die MLP Academics Heidelberg. Nachdem die beiden ersten Partien in Freak City stattfanden, steht man sich nun am Samstag im SNP dome in Heidelberg gegenüber. Das Team von Head Coach Anton Gavel geht mit viel Rückenwind in die Partie beim Tabellen-Vorletzten, konnten die Bamberger ihre letzten vier BBL-Partien allesamt gewinnen. Das Match bei den abstiegsgefährdeten Academics wird jedoch allen Zahlen zum Trotz keine leichte Aufgabe für die BMA365 Bamberg Baskets. Im Kampf um den Klassenerhalt brauchen die Academics dringend jeden Sieg und werden, wie schon in den zurückliegenden Spielen, in denen 3-mal nur drei Punkte über Sieg und Niederlage entschieden, auch diesmal wieder alles auf dem Parkett lassen.
Während die Heidelberger acht ihrer bislang elf Heimspiele verloren, gingen die Bamberger 8-mal in ihren zwölf Auswärtsspielen als Sieger vom Feld. Tip-Off zum Spiel des Tabellenvierten beim Siebzehnten ist am Samstag um 18:30 Uhr. (Foto: Daniel Löb)
Live bei DYN
Selbstverständlich ist auch das Gastspiel der Bamberger in Heidelberg wieder live und exklusiv bei DYN zu sehen. Die Übertragung beginnt um 18:15 Uhr. Kommentator des Spiels ist Chris Schmidt.
„In Heidelberg wartet ein sehr schwieriges Auswärtsspiel auf uns. Die Saison geht jetzt in die entscheidende Phase und so geht es für jede Mannschaft um viel und jeder spielt um etwas. Für Heidelberg gilt das natürlich auch. Sie haben viele Veränderungen vorgenommen und mittlerweile auch alle Spieler wieder zusammen. Für uns wird es besonders wichtig sein, dass wir vor allem defensiv gegen deren individuelle Stärke antreten. Wie in jedem Auswärtsspiel, das wir bereits gespielt haben, wird es für uns eine Herausforderung, in der Fremde zu bestehen. Wir müssen von Anfang an fokussiert bleiben und dürfen Heidelberg einfach nicht ins Laufen kommen lassen, denn wie gefährlich sie dann sein können, haben sie schon gegen gute Mannschaften gezeigt.“
Mitte November stand man sich im BBL-Pokal Viertelfinale erstmals in dieser Spielzeit gegenüber. Mit der Chance, den Einzug ins TOP FOUR klarzumachen, merkte man beiden Mannschaften die Nervosität an und es entwickelte sich letztlich ein typisches Pokalmatch. Beide Teams schenkten sich nichts und es ging hin und her. Nachdem die Heidelberger besser in die Partie gestartet waren, übernahmen die Bamberger zum Ende des ersten Viertels erstmals die Führung. 3:11 Minuten vor dem Ende führten die Gastgeber nach einem Dreier von Cobe Williams mit 67:56, doch die Academics kamen nochmals zurück und verkürzten bei noch 87 Sekunden Restspielzeit auf 67:64. Ibi Watson sorgte 29 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier zum 70:64 für die Entscheidung.
Exakt einen Monat später stand man sich dann am 10. Spieltag in der easyCredit BBL erneut gegenüber. Auch diesmal hatten die Bamberger das bessere Ende für sich und ließen in diesem Spiel den Heidelbergern nicht den Hauch einer Chance, auch wenn es das Ergebnis letztlich nicht vermuten lässt. Auch diesmal verlief das erste Viertel recht ausgeglichen, ehe die Bamberger im zweiten Abschnitt anzogen und sich zur Pause eine 16-Punkte-Führung herausspielten. Bis auf 27 Zähler wuchs die Differenz dann bis zum Ende des dritten Abschnitts und so kamen die Bamberger letztlich zu einem verdienten Sieg.
Wie gefährlich die Heidelberger sein können, konnte man in ihren beiden letzten Spielen eindrucksvoll erkennen. Beim Gastspiel in Trier lag man Anfang des Schlussabschnitts mit 18 Zählern in Führung und holte sich am Ende, auch wenn letztlich nervenaufreibender als nötig, mit 71:69 den 6. Saisonsieg. Auch am letzten Spieltag zeigten die Academics eine gute Leistung. Beim Gastspiel in Hamburg stand das Spiel bis in die letzte Sekunde auf Messers Schneide und man zog nur hauchdünn den Kürzeren. Den Dreier von Davon Daniels zum 86:83 für die Towers bei noch 0,6 Sekunden Restspielzeit konnte Dusan Nesković zwar tatsächlich kontern, der Ball hatte aber seine Hand einen Tick zu spät verlassen und so zählten die Punkte nicht und die Hamburger siegten.
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Bei den pro Spiel erzielten Punkten liegen die Bamberger klar voraus. Die offensive Ausbeute von Ibi Watson, Demarcus Demonia & Co. ist nach der von Trier (91,7 Punkte pro Spiel) die zweitbeste der gesamten BBL. Die Heidelberger hingegen liegen mit ihrer Offensive im Ligavergleich an letzter Stelle. Ähnlich, jedoch nicht ganz so deutlich, verhält es sich auch mit den Ballverlusten. Bamberg steht im Liga-Ranking auf Platz drei, die Academics mit im Schnitt knapp zweieinhalb Ballverlusten mehr pro Partie als das Team aus Freak City auf Platz 13.
Bei den Wurfquoten liegen unsere BMA365 Bamberg Baskets nach 24 gespielten Partien in der easyCredit Basketball Bundesliga überall vor den Heidelbergern. Mit 11,0 erfolgreichen Dreiern pro Spiel treffen die Bamberger ligaweit die meisten Distanzwürfe pro Partie. Die Heidelberger versenken im Schnitt nur 7,9 Dreier pro Spiel und liegen damit im Ligavergleich vor den Telekom Baskets Bonn (7,7) auf dem vorletzten Platz.
Seit Ende Februar ist Carlo Finetti nun der Chef bei den Academics. Der Italiener stieg vom Assistant Coach zum Head Coach auf und übernahm von Danny Jansson, mit dem er die Heidelberger in der Vorsaison nach der Hauptrunde mit 18 Saisonsiegen auf Platz fünf geführt hatte. In den Playoffs schaltete man zunächst die NINERS Chemnitz mit 3:1 Siegen aus, ehe man im Halbfinale zwar mit 1:3 am späteren Meister aus München scheiterte, durch den Halbfinal-Einzug jedoch die Qualifikation für die Basketball Champions League geschafft hatte. Erstmals coachte Carlo Finetti die Academics am 6. März gegen ALBA BERLIN. Trotz seiner gerade einmal 30 Jahren ist Finetti jetzt nicht zum ersten Mal Chef-Trainer: Beim italienischen Zweitligisten Amici Pallancanestro Udinese stand er im Januar 2023 als 27-Jähriger bereits schon einmal in der Verantwortung.
In der Vorsaison war er Topscorer, Kapitän und Publikumsliebling in Heidelberg, entschied sich aber nach der Spielzeit für einen Wechsel zum EuroCup Team nach London. Bei den Lions musste er zunächst aufgrund einer Rückenverletzung pausieren und konnte erst ab Mitte November wieder eingreifen. Anfang des Jahres folgte dann die Entscheidung, dass der in Dayton, Ohio geborene Flügelspieler nach Heidelberg zurückkehren wird. Seitdem hat er zehn Spiele für die Academics bestritten. Drei der ersten vier Partien nach seiner Rückkehr konnte man gewinnen (gegen Oldenburg, in Ulm und in Braunschweig). In den folgenden sechs Partien folgten jedoch fünf Niederlagen. Mit im Schnitt 11,9 Punkten, 5,3 Rebounds und 3,7 Assists pro Spiel konnte Ryan Mikesell sofort Akzente im Spiel der Heidelberger setzen, für die er aktuell fast 34 Minuten pro Partie auf dem Parkett steht. (Fotos: MLP Academics Heidelberg)
Er war einer der Erfolgsfaktoren im Spiel der Heidelberger in der Vorsaison. Gemeinsam mit DJ Horne und Ryan Mikesell führte Michael Weathers das Team in die Champions League. Infolge einer hartnäckige Oberschenkelverletzung konnte er in dieser Saison nur 17 der 24 Spiele bestreiten. In diesen hat er jedoch ordentlich abgeliefert und bringt es dank seiner Allrounder-Qualitäten und 14,4 Punkten, 3,4 Rebounds, 4,2 Assists, 1,2 Blocks und 1,5 Steals pro Spiel auf den besten Effektivitätswert im Team.
Die Partie der BMA365 Bamberg Baskets bei den MLP Academics Heidelberg gibt es selbstverständlich wieder live und in voller Länge bei DYN. Chris Schmidt kommentiert das Spiel und wird sich am Samstagabend um 18:15 Uhr erstmals aus dem SNP dome melden.