Freak City aufgepasst! Jetzt brauchen die BMA365 Bamberg Baskets den Heimvorteil
Es hat leider nicht geklappt eines der beiden ersten Playoff-Halbfinalspiele aus der Hauptstadt zu entführen. Nachdem die BMA365 Bamberg Baskets die Auftaktpartie im von Medikamente per Klick präsentierten Playoff-Halbfinale gegen ALBA BERLIN verloren hatten, unterlag die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel auch in Spiel #2. Die Berliner konnten ihren Heimvorteil somit in beiden Spielen nutzen und so liegen die Bamberger nach dem 71:85 (38:46) vor 6.833 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle am Montagabend mit 0:2 in der Best-of-five-Serie zurück.
Nun gilt es also in Bamberg den Heimvorteil auf gleiche Art und Weise zu nutzen, um im Kampf um den Einzug ins Playoff-Finale in der easyCredit Basketball Bundesliga weiter im Rennen zu bleiben. Spiel #3 der Halbfinal-Serie steigt am Donnerstagabend in Freak City. Tip-Off in der BROSE ARENA ist dann um 20:30 Uhr. (Foto: Tilo Wiedensohler)
Der entscheidende Zwischenspurt in Spiel #2 gelang den Berlinern diesmal im dritten Viertel. Nach dem Drei-Punkte-Spiel von Ibi Watson zum 47:53 (24.) folgte ein 17:6-Run der Hausherren, den Jack Kayil mit einem Dreier aus gut neun Metern zum 53:70 nach dem dritten Viertel abschloss. Schon zum Ende der ersten Halbzeit hatte Martin Hermannsson per Dreier mit der Halbzeitsirene für einen Bamberger Stimmungskiller gesorgt. Insgesamt boten die Bamberger aber eine deutlich stärkere Leistung als noch in der ersten Partie. In der Offensive hatte man jedoch seine Probleme. Die schlechte Freiwurfquote aus Halbzeit eins von nur 40% (4 Treffer bei 10 Versuchen) konnte man in der zweiten Halbzeit zwar noch deutlich aufbessern (67%), doch bei den Würfen aus der Distanz wollte es über die gesamte Spielzeit nicht wirklich laufen. Am Ende fanden gerade einmal 5 von 28 Würfen von jenseits der 6,75-Meter-Linie den Weg in den Berliner Korb (18%).
Bester Werfer bei ALBA BERLIN in Spiel #2 war Martin Hermannsson mit 18 Punkten. Für die Bamberger traf Cobe Williams mit 14 Zählern am besten.
„Unsere Würfe sind heute nicht gefallen. Da gibt es auch nicht viel zu erklären. Wir müssen es im nächsten Spiel schaffen, noch bessere Möglichkeiten herauszuspielen und vielleicht auch einfach ihren Korb noch viel aggressiver zu attackieren. ALBA hat heute wieder sehr diszipliniert gespielt und so müssen wir jetzt in Spiel #3 von Beginn an noch härter spielen und uns vollkommen auf uns und unser Spiel fokussieren.“
Der Spielverlauf:
Wie schon in Spiel #1 starteten beide Mannschaften hoch konzentriert in die Partie und fanden schnell zu ihrem Rhythmus. Zwei Dreier von Jonas Mattisseck konterten Richard Balint und Cobe Williams und so stand es nach etwas mehr als drei gespielten Minuten bereits 10:10 (4.). Immer wieder dirigierte Martin Hermannsson das ALBA-Spiel und nachdem der Point Guard zunächst selbst drei Freiwürfe in Folge getroffen hatte, legte er Malte Delow den nächsten Berliner Dreier zum 10:16 (5.) auf. Die Bamberger aber blieben dran und Austin Crowley stellte zwei Minuten vor dem Viertelende mit einem sehenswerten Dunk über Michael Rataj auf 18:22. Das Bamberger Spiel insgesamt aber mit zu vielen Fehlern (bereits 6 Turnover hatte man sich bis hierher erlaubt), so dass man den Rückstand auf ALBA nicht weiter verkürzen konnte. Auch die schwache Freiwurfquote tat ihr übriges und so gingen die Berliner nach dem nächsten Dreier von Martin Hermannsson etwas deutlicher in Front (20:28/10.) und führten 21:28 nach den ersten zehn Minuten.
Die Bamberger kämpften weiter und kamen gut ins zweite Viertel. Demarcus Demonia traf aus der Distanz und die BMA365 Bamberg Baskets waren schnell wieder auf 27:30 (12.) dran. Nun aber wollten die Würfe nicht mehr wirklich fallen. Auch teils wirklich sehr gute Chancen ließ man aus und verschaffte den Berlinern so etwas Aufwind, den vor allem Malte Delow und Jack Kayil zum 29:39 (17.) nutzten. Head Coach Anton Gavel bremste den Run mit einer Auszeit und sein Team spielte sich 28 Sekunden vor der Pause auf 38:43 wieder heran. Der letzte Angriff der ersten Halbzeit gehörte jedoch noch den Berlinern. Moses Wood schloss diesen zwar etwas zu früh ab, konnte aber den Offensiv-Rebound einsammeln und Martin Hermannsson bedienen, der mit der Halbzeitsirene drei weitere Zähler zum 38:46 einnetzte.
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Den Stimmungsdämpfer zum Ende der ersten Halbzeit hatten die Bamberger mit Beginn der zweiten Hälfte gut verdaut. Knapp vier Minuten waren nach dem Seitenwechsel gespielt, als Ibi Watson mit einem Drei-Punkte-Spiel zum 47:53 (24.) traf. Wie aber schon im zweiten Viertel folgte nun erneut eine Phase, in der die Bamberger Würfe einfach nicht in den Korb wollten. Sechs Pünktchen brachten die Bamberger in den letzten sechs Minuten des dritten Abschnitts noch aufs Scoreboard, die Berliner hingegen noch weitere 17. Die letzten dieser 17 Zähler erzielte Jack Kayil mit dem letzten Wurf des Viertels von weit hinter der Dreier-Linie zum 53:70 nach 30 Minuten.
Die Berliner ließen nun nicht locker und der nächste erfolgreiche Dreier, diesmal traf Moses Wood, brachte ALBA beim 55:75 (32.) erstmals mit 20 Zählern in Front. Diesen Vorsprung konnten die Albatrosse auch weiterhin behaupten und so brachten die Hauptstädter im Schlussabschnitt den zweiten Sieg im zweiten Spiel über 58:78 (34.) und 61:81 (37.) bis zum 71:85-Endstand recht ungefährdet über die Ziellinie.
Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):
„Glückwunsch an ALBA zum zweiten Sieg! Wir waren nicht bereit für diese Partie und haben an beiden Seiten des Feldes teilweise undiszipliniert gespielt. So hat ALBA sich wieder einen hohen Vorsprung herausgespielt. Wir konnten uns dagegen kaum einfache Chancen erarbeiten. Vor dem dritten Spiel müssen wir an vielen Sachen arbeiten. Wir wollen jetzt in Bamberg die Serie verlängern. Das große Ziel ist dann natürlich, noch einmal zurück nach Berlin zu kommen.“
Pedro Calles (Head Coach ALBA BERLIN):
„Bamberg war heute physischer als im ersten Spiel und hat uns heute zu mehr Ballverlusten gezwungen. Wir hatten darauf aber die passenden Antworten parat. Defensiv haben wir sie ins langsame Spiel gezwungen und in der Offense haben wir immer wieder Lösungen gefunden, auch wenn wir zu wenig in unsere Set-Plays gekommen sind. Die Serie wechselt jetzt nach Bamberg – die Atmosphäre dort ist für jeden Gegner herausfordernd. Darauf müssen wir uns physisch und mental einstellen.“
ALBA BERLIN vs. BMA365 Bamberg Baskets 85:71
( 28:21 – 18:17 – 24:15 – 15:18 )
ALBA BERLIN:
- O’Connell 0
- Griesel 8
- DELOW 9
- Kayil 17
- MATTISSECK 8
- Wood 8
- Roberts 4 (8 Rebounds)
- HERMANNSSON 18 (5 Assists)
- AGBAKOKO 3
- Rataj 10
- Hundt 0
- BEAN 0
BMA365 Bamberg Baskets:
- Ensminger 4 (2 Assists)
- WATSON 12
- Döntgens
- DEMONIA 12 (2 Assists)
- BALINT 7
- Petkovic 0
- WILLIAMS 14 (2 Assists, 3 Steals)
- Krimmer 2
- Keppeler 7 (7 Rebounds)
- ONU 9
- Höllerl
- Crowley 4
Ausblick:
Nun gilt es für die BMA365 Bamberg Baskets ihrerseits den Heimvorteil zu nutzen. Die beiden nächsten Spiele der Serie würden in Freak City ausgetragen werden. Spiel #3, das bereits seit Tagen ausverkauft ist, findet am Donnerstag, 4. Juni um 20:30 Uhr in der BROSE ARENA statt.
#DreamOnFreakCity