Für die BMA365 Bamberg Baskets gilt es in Ludwigsburg noch etwas gutzumachen
Es ganz einfach deutlich besser machen! Das dürften sich die BMA365 Bamberg Baskets für ihre Partie des 19. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga vorgenommen haben. Knapp einen Monat nach dem ersten Aufeinandertreffen dieser Spielzeit in Bamberg, das die Ludwigsburger damals deutlich mit 100:79 für sich entscheiden konnten, geht es nun für das Team von Head Coach Anton Gavel am Samstag im Rückspiel zu den MHP RIESEN. Beide Teams haben im bisherigen Saisonverlauf 10 Siege einfahren können. Da die Ludwigsburger jedoch erst 17 Partien gespielt haben, stehen die RIESEN auf Tabellenposition sechs, die Bamberger mit bereits 18 gespielten Begegnungen auf Platz acht. (Foto: Daniel Löb)
Tip-Off am Samstag in Ludwigsburg zwischen den RIESEN und den BMA365 Bamberg Baskets, die übrigens beide ihre letzten beiden Spiele gewonnen haben, ist um 18:30 Uhr. Natürlich gibt es auch diese Partie, wie alle Spiele der easyCredit BBL sowie die Spiele des TOP FOUR um den BBL-Pokal, live, exklusiv und in voller Länge bei DYN zu sehen. Die Übertragung beginnt um 18:15 Uhr. Kommentator wird, wie schon beim Derbysieg in Würzburg, erneut Florian von Stackelberg sein.
„Wir haben alle das Hinspiel noch ziemlich gut in Erinnerung und wissen genau, was da passiert ist. Aus diesem Grund haben wir dort noch etwas gutzumachen. Ludwigsburg hat, wenn man sie lässt, offensiv sehr große Qualität und viele Möglichkeiten zu scoren. Zudem sind sie beim Offensiv-Rebounding und was zweite Chancen angeht enorm gut. Daneben forcieren sie sehr viele Turnover. Das sind genau die Dinge, die uns im Hinspiel unglaublich wehgetan haben und somit müssen wir genau in diesen Punkten am Samstag bereit sein. Es ist klar, dass sie aggressiv spielen werden. Das gilt es für uns zu matchen sowie clever und abgebrüht in der Offensive zu agieren.“
Knapp einen Monat liegt das Hinspiel in der BROSE ARENA zurück, das letztlich klar an die Gäste aus Ludwigsburg ging. Unheimlich heiß starteten die Gäste in Bamberg in die Partie und sorgten so bereits schnell für das erste Überraschungsmoment. Mit 30:19 gewannen die RIESEN das erste Viertel und auch zur Pause lag man zweistellig in Front. Watson & Co. mobilisierten nach der Pause nochmals alle Kräfte und hatten auch die Möglichkeit, den Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken, doch die Ludwigsburger hatten an diesem Abend stets die passende und auch bessere Antwort und siegten so letztlich ungefährdet.
Die RIESEN sind großartig ins neue Jahr gestartet. Vier ihrer fünf Spiele im Jahr 2026 konnten sie gewinnen. Lediglich gegen die Rheinländer aus Bonn musste man sich hauchdünn geschlagen geben und rangiert so mit einer Bilanz von 10 Siegen und 7 Niederlagen auf Tabellenposition sechs. In eigener Halle stand man in dieser Saison bislang 9-mal auf dem Parkett. Gegen Ulm, Oldenburg, Jena, Heidelberg und Braunschweig konnte man zuhause gewinnen. Neben der bereits erwähnten Niederlage gegen Bonn zog man in der MHP Arena auch gegen Würzburg (79:84), Trier (80:86) und gegen Vechta (80:86) den Kürzeren. Mehr über die MHP RIESEN Ludwigsburg gibt es jetzt in unserem Gegnercheck, präsentiert vom Autohaus Ullein.
Gut sieben Rebounds holen sich die Ludwigsburger im Schnitt pro Partie mehr als die BMA365 Bamberg Baskets. Hier wird es für EJ Onu, Daniel Keppeler & Co. dagegenzuhalten heißen. Zudem gilt es besonders gut auf den Ball aufzupassen, denn neben den Rebounds waren die vielen Ballverluste im Hinspiel der Killer. Hier hatten die Bamberger im Vergleich zu ihrem aktuellen Ligaschnitt (Platz 2 in der easyCredit BBL) doch tatsächlich fast doppelt so viele Turnover. Verkehrte Welt, denn in der Statistik leisten sich eigentlich die Ludwigsburger ligaweit die insgesamt zweitmeisten Ballverluste (nur die Veolia Towers Hamburg sind mit 16,1 schlechter).
Nach den NINERS Chemnitz nehmen die Ludwigsburger derzeit pro Spiel die meisten Dreier. 31,2-Mal geht der Ball von hinter der 6,75-Meter-Linie in Richtung Korb, wobei man im Liga-Ranking mit einer Trefferquote von 32,6 Prozent nur auf Position 12 steht. Top sind die BMA365 Bamberg Baskets derzeit von der Freiwurflinie. Keine andere Mannschaft der Liga hat als Team einen Schnitt von über 80 Prozent. Mit 67,7 Prozent getroffenen Freiwürfen finden sich die RIESEN im Liga-Vergleich auf dem vorletzten Platz, vor den Bonnern, die es von der Freiwurflinie auf 62,8 Prozent bringen.
Schon beim Gastspiel in Freak City hat Traveon „Tray“ Buchanan seine offensiven Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der physisch sehr starke Guard erzielte im Hinspiel in Bamberg 24 Punkte und lag damit deutlich über seinem aktuellen Schnitt von 16,9 Punkten pro Partie (Platz 6 in der gesamten easyCredit BBL). Im bisherigen Saisonverlauf blieb der 27-jährige US-Amerikaner überhaupt erst 3-mal unter zehn Punkten in einem Spiel und zwar in Berlin (2), gegen Heidelberg (8) und am letzten Spieltag beim Auswärtssieg in Jena (5 Punkte). Mit 12,4 Abschlüssen pro Partie nimmt er gemeinsam mit Elijah Hughes (13,0) die meisten Würfe im Team der Ludwigsburger. (Fotos: MHP RIESEN Ludwigsburg)
Im insgesamt zweitbesten Rebounding-Team der easyCredit BBL (0,5 Rebounds hinter Science City Jena) ist Keeshawn Kellmann der beste Rebounder. 4,4 Rebounds unter dem eigenen und 2,4 unter dem des Gegners bedeuten in Summe 6,8 eingesammelte Bälle pro Partie und damit Platz 8 in der easyCredit BBL für den 25-jährigen US-Amerikaner, der zudem auch die guyanische Staatsbürgerschaft besitzt. Der Centerspieler konnte zuletzt jedoch nicht eingreifen, nach dem er sich im Training Anfang Januar im Vorfeld des 15. Spieltags eine Meniskusverletzung zugezogen hatte, die operativ behandelt werden musste. Für ihn haben die RIESEN Gavin Schilling nachverpflichtet, der die Saison im Team der NINERS Chemnitz begonnen hatte.
Der im kanadischen Ajax, Ontario geborene Stefan „Stef“ Smith führt im Team der RIESEN die Statistik der Korbvorlagen an. 4,9-mal serviert der Point Guard pro Partie für seine Nebenleute, ist aber auch selbst brandgefährlich. Mit einem Punkteschnitt von 15,7 Zählern pro Spiel liegt er nur knapp hinter Buchanan und vor Elijah Hughes (15,5). Smith wechselte aus Frankreich von Cholet Basket zu den RIESEN und brachte aus seinen Profijahren in der französischen LNB, aus Serbien sowie seiner kanadischen Heimat viel Erfahrung mit ans Neckarufer.
Neben seinen bereits erwähnten 4,9 Assists und den 15,7 Punkten pro Spiel schnappt sich Stefan Smith pro Partie zudem auch noch 4,0 Rebounds. Fast 32 Minuten Einsatzzeit bekommt er pro Partie von Head Coach Mikko Riipinen, die er mit einem Effektivitätswert von 14,7 hervorragend zu nutzen weiß. Stefan Smiths Eltern,Verona und Lewis Smith, haben jamaikanische Wurzeln, weshalb Stef neben der kanadischen auch die Staatsbürgerschaft des Inselstaates besitzt.
Tip-Off für das Re-Match zwischen den MHP RIESEN und den BMA365 Bamberg Baskets ist am Samstagabend um 18:30 Uhr. Für alle, die nicht in der MHP Arena live vor Ort dabei sein können, wird DYN die Partie live und in voller Länge übertragen. Florian von Stackelberg kommentiert und meldet sich erstmals ab 18:15 Uhr aus der Barockstadt.