easyCredit BBL, Nachbericht, Spielbericht

Kein Happy-End für die BMA365 Bamberg Baskets im Overtime-Krimi bei ALBA

25.01.2026

Nach dem Sieg im Frankenderby gegen Würzburg hatten die BMA365 Bamberg Baskets auch am 17. Spieltag in der easyCredit Basketball Bundesliga ein weiteres Spitzenteam der Liga am Rande einer Niederlage. Im Gastspiel bei ALBA BERLIN musste sich die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel am Sonntagabend erst nach Verlängerung geschlagen geben. Vor 8.281 Zuschauern in der Max-Schmeling Halle unterlagen die Bamberger in der Hauptstadt mit 82:87 (37:38, 76:76) nach Verlängerung. (Fotos: Tilo Wiedensohler)

Bester Punktesammler bei ALBA war Jack Kayil mit 24 Punkten. Topscorer des Spiels war Bambergs Ibi Watson mit 25 Zählern. Zach Ensminger steuerte mit 19 Punkten und 10 Rebounds für die BMA365 Bamberg Baskets bei.

„Das Spiel hätte in beide Richtungen gehen können. Am Ende sind es eben die Kleinigkeiten, die ein Basketballspiel entscheiden. Hier in Berlin zu gewinnen, ist nie leicht und deshalb tut es jetzt natürlich auch extrem weh, weil wir eben so knapp dran waren. 22 Ballverluste sind in einem solchen Spiel aber ganz einfach auch zu viel.“
Zach Ensminger (BMA365 Bamberg Baskets)

Der Spielverlauf:

Die Bamberger brauchten einen Moment, um in die Partie zu finden. Noch keine drei Minuten waren gespielt, da hatten sich die BMA365 Bamberg Baskets bereits drei Ballverluste erlaubt und lagen so mit 2:8 (3.) zurück. Nach dem Dreier von Cobe Williams, dem Alley-Oop von EJ Onu und dem Drei-Punkt-Spiel von Ibi Watson hatte man die Partie beim 10:10 (5.) wieder ausgeglichen. Wenig später ließ es Demarcus Demonia mit einem spektakulären Dunking krachen und holte die Führung wieder zurück (12.10/6.). Gut drei Minuten vor dem Ende des ersten Viertels stellte Ibi Watson mit zwei verwandelten Freiwürfen und seinen Punkten neun und zehn auf 17:14. Die Bamberger dem Champions-League-Achtelfinalisten absolut ebenbürtig. Mit einer etwas geringeren Fehlerquote (7 Ballverluste bereits im ersten Viertel) hätte man zum Ende des ersten Abschnitts sogar deutlicher in Front liegen können (21:20).

Mit Dreiern von Cobe Williams und Zach Ensminger (27:21/12.) starteten die Bamberger in den zweiten Abschnitt. Auch in Sachen Fouls lagen die BMA365 Bamberg Baskets hier jedoch klar voraus (11:4). Berlin aber kam umgehend zurück und nachdem Jack Kayil zunächst drei Freiwürfe in Folge verwandelt hatte, wechselte die Führung nach dem Dunk von Norris Agbakomo wieder zurück zu ALBA (29:31/15.). Auch in der Folgezeit spielten beide Teams weiter absolut auf Augenhöhe, vor allem, weil die Bamberger Verteidigung jetzt deutlich besser stand. Gleich zweimal liefen den Berlinern in der 16. Spielminute die 24 Sekunden Angriffszeit davon. Einen Vorsprung konnte sich jedoch keines der beiden Teams herausspielen und so ging es mit einem minimalen Rückstand in die Halbzeitpause (37:38).

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Die ersten dreieinhalb Minuten nach dem Seitenwechsel nutzten die Berliner, um sich wieder leicht abzusetzen (39:44/24.). Richard Balint verkürzte zunächst (41:44), ehe Martin Hermannsson mit vier Punkten in Folge beim 41:48 (26.) Bambergs Head Coach Anton Gavel zu einer Auszeit zwang. Sein Team ließ sich auch weiterhin nicht schütteln, lag nach dreißig Minuten jedoch mit 53:59 zurück.

Mit ordentlich Dampf begannen die Bamberger den Schlussabschnitt. Dreier von Demarcus Demonia und Ibi Watson sowie ein Drei-Punkt-Spiel von Daniel Keppeler brachten die BMA365 Bamberg Baskets wieder auf 63:64 heran. 5:35 Minuten vor dem Ende glich Demrcus Demonia dann erneut mit einem Dreier wieder aus (66:66/35.). Die letzten Minuten der regulären Spielzeit ähnelten dann einem Boxkampf. Zach Ensminger schlug per Dreier zum 71:68 (37.) zunächst zu, doch Martin Hermannsson konterte mit fünf Punkten in Serie auf 71:73 für Berlin (38.). Ensminger hatte aber noch einen im Köcher und so gingen die Bamberger wieder in Führung (74:73/39.). Die Antwort diesmal kam von Moses Wood, der 57 Sekunden vor dem Ende per Dreier für den nächsten Führungswechsel sorgte (74:76/40.). Eine Sekunde vor dem Ende des 4. Abschnitts gelang Ibi Watson jedoch der erneute Ausgleich und da die Berliner ihre letzte Wurfchance nicht nutzen konnten, ging es beim 76:76 in die Overtime.

In den fünf Extra-Minuten war es nun Jack Kayil, der Berlin wieder nach vorne warf. Nach seinem Dreier zum 78:83 (42.) schienen die Berliner auf die Siegerstraße einzubiegen, doch die Bamberger gaben sich noch lange nicht geschlagen. Nach vier Zählern von EJ Onu war man beim 82:83 (44.) war man wieder im Geschäft. Ein Offensiv-Foul von Austin Crowley sowie der Ballverlust von Ibi Watson, 9 Sekunden vor dem Ende, waren dann aber einfach zu viele Fehler und ließen den Favoriten letztlich doch auch etwas glücklich mit dem Sieg davonkommen. Ein besonderes Lob gilt den Bamberger Schlachtenbummlern, die den über 8.000 Berlinern in der Max-Schmeling Halle lautstark mehr als nur Paroli boten!

Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):

„Glückwunsch an Pedro und sein Team zum Sieg. Wir haben heute im Rahmen unserer Möglichkeiten gekämpft und uns so die Chance erarbeitet, das Spiel zu gewinnen. Wir haben leider zu oft den Ball verloren und offensiv gerade im dritten Viertel nicht gut agiert. Defensiv haben wir zu viele Freiwürfe verursacht und so das Overtime-Spiel verloren.“

Pedro Calles (Head Coach ALBA BERLIN):

„Ich muss unserem Gegner Respekt zollen – die Bamberger haben heute offensiv und defensiv eine gute Leistung gezeigt und uns das Leben sehr schwergemacht. Dazu kommt, dass wir uns zwar einige offene Würfe erspielen konnten, aber unsere Dreier gar nicht gefallen sind. Der Schlüssel zum Sieg war unsere Defense. Glückwunsch an meine Spieler, dass sie das zweitbeste Offensivteam der Liga in der regulären Spielzeit bei unter 80 Punkten gehalten haben.“

ALBA BERLIN vs. BMA365 Bamberg Baskets 87:82 n.V.
( 20:21 – 18:16 – 21:16 – 17:23 – 11:6 )

ALBA BERLIN: 

  • O’Connell 2
  • DELOW 10
  • Kayil 24 (8 Rebounds, 4 Assists)
  • Mattisseck 3
  • Wood 7
  • Roberts 0
  • Echodas 2
  • HERMANNSSON 19 (4 Steals)
  • AGBAKOKO 11
  • Nufer
  • Hundt 0
  • BEAN 9

BMA365 Bamberg Baskets:

  • Ensminger 19 (10 Rebounds)
  • WATSON 25 (4 Assists)
  • Döntgens
  • DEMONIA 12
  • BALINT 3
  • Petković 0
  • WILLIAMS 11
  • Krimmer 0
  • Keppeler 4
  • ONU 6 (3 Blocks)
  • Höllerl
  • Crowley 2

Ausblick:

Bereits in drei Tagen wartet mit der Nachholpartie des 2. Spieltags die nächste Aufgabe auf unsere BMA365 Bamberg Baskets. In der BROSE ARENA empfangen Ibi Watson & Co. am Mittwoch ab 20 Uhr das Team um RASTA Vechta um den Ex-Bamberger Tibor Pleiß. Die Partie steht unter dem Motto „Basketball meets Handwerk“ und bietet ab 18:30 Uhr allen Interessierten bereits im Vorfeld der Partie an verschiedenen Messeständen und Mitmachaktionen interessante Einblicke in die vielfältigen Facetten des Handwerks. Tickets für die Begegnung der BMA365 Bamberg Baskets gegen RASTA Vechta gibt es online oder natürlich auch direkt im Freak City Store unter der BROSE ARENA.