Keine Punkte für die BMA365 Bamberg Baskets in der ältesten Stadt Deutschlands
Nach zuletzt drei Auswärtssiegen in der easyCredit Basketball Bundesliga in Serie haben die BMA365 Bamberg Baskets am 8. Spieltag eine Niederlage einstecken müssen. In der SWT-Arena unterlagen die Bamberger am Samstagabend bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier mit 79:92 (35:47) und haben somit jetzt wieder eine ausgeglichene Bilanz mit vier Siegen und vier Niederlagen. (Fotos: Eibner Pressefoto / Alexander Neis)
Vor 5.570 Zuschauern nahmen die Gastgeber von Beginn an das Heft in die Hand. Das Team von Head Coach Jesús Ramírez konnte in diesem Spiel kein einziges Mal in Führung gehen und musste den Trierern nach einem Start-Ziel-Sieg am Ende die verdienten Punkte überlassen.
Bester Werfer der Partie war Triers Jordan Roland mit 20 Punkten. Im Team der BMA365 Bamberg Baskets punkteten Hason Ward und Richard Balint mit je 17 Zählern am besten.
„Wir haben hier in Trier viele Sachen ganz ordentlich gemacht. Letztlich aber hätte unsere Verteidigung heute deutlich besser sein müssen. Das war sie nicht und so konnten die Trierer immer wieder etwas davonziehen und am Ende gewinnen. Wir und Trier mögen es, schnell zu spielen. In Transition haben wir aber zu viele Fehler gemacht, die sie zu ihren Gunsten genutzt haben. Unsere Wurfquoten waren auch nicht wirklich gut. Wir müssen unsere Plays im Angriff einfach konsequenter spielen und dann die freien Spieler finden.“
Der Spielverlauf:
Beim Gastspiel in Trier entschied sich Head Coach Jesús Ramírez wieder für die Starting Five mit Mylik Wilson, Jordan Wright, Richard Balint, Trevon Scott und Hason Ward. Die erste Duftmarke im Spiel setzten die Gastgeber, die mit zwei erfolgreichen Freiwürfen von EJ Onu und einem Dreier von Jordan Roland nach gerade einmal 41 Sekunden vorlegten (0:5/1.). Jordan Wright gelangen darauf die ersten Bamberger Zähler der Partie (2:5/1.), doch das Spiel der BMA365 Bamberg Baskets war in dieser Anfangsphase einfach mit zu vielen Fehlern behaftet. Den bereits vierten Turnover nutzten die Trierer, um durch den Korbleger von Moritz Krimmer nach nicht einmal vier Minuten erstmals zweistellig in Führung zu gehen (2:13/4.). Jesús Ramírez nahm seine erste Auszeit und konnte so den Lauf der Gastgeber erst einmal bremsen. 3:15 Minuten vor Ende des ersten Viertels verkürzte Daniel Keppeler auf 12:19, doch weiter kamen die Bamberger nicht heran (16:23/9.). Beim Stand von 18:26 endete der erste Abschnitt.
Mit einem Dreier von Richard Balint und einem ganz weiten Zweier von Yuval Hochstadter begann das zweite Viertel vielversprechend (23:26/12.). Es war Zeit für die erste Trierer Auszeit. Nach dem Timeout der Gastgeber hatten die BMA365 Bamberg Baskets nun die Möglichkeit, den Rückstand noch weiter zu verkürzen. Eine 24-Sekunden-Überschreitung verhinderte dies jedoch und plötzlich kamen die Gladiators wieder ganz stark auf. Mit einem 12:0-Run innerhalb von 3:47 Minuten schüttelten die Trierer ihren Gegner erst einmal wieder deutlich ab (23:38/16.). Der Dreier von Terrell Harris sorgte 2:43 Minuten vor der Halbzeitpause dann für die höchste Führung des Spiels (27:43/18.) und die Trierer schienen alles unter Kontrolle zu haben. Nicht unter Kontrolle hatte sich dann jedoch EJ Onu. Nach einem Foul an Hason Ward kassierte Onu sein drittes Foul, worauf er erneut reklamierte und so auch noch ein Technisches Foul angekreidet bekam. Bamberg nutzte diesmal alle drei fälligen Freiwürfe (30:43/18.), doch viel näher kam man bis zur Pause nicht mehr heran. Den Pausenstand von 35:47 erzielte Hason Ward, der den Ball nach dem Fehlwurf von Yuval Hochstadter per Putback-Dunk mit beiden Händen in den Trierer Korb stopfte.
Auch die ersten Punkte nach der Pause erzielte Hason Ward (37:47/21.). Auf unter zehn Zähler Rückstand ließen die Trierer die BMA365 Bamberg Baskets aber nicht herankommen (39:53/24.). Mitte des dritten Viertels hatte Jordan Wright nach einem Steal per Korbleger wieder auf 43:53 gestellt, doch auch hier konnte man gleich zwei Chancen nicht nutzen, um den Abstand einstellig zu gestalten. Stattdessen war es Austin Crowley, der mit einem Dreier zum 43:56 (25.) traf. Die Bamberger blieben aber weiterhin dran und hielten sich vor allem dank ihres ausgezeichneten Offensiv-Reboundings (insgesamt 20 Offensive Rebounds) im Spiel. Nach einem Disruptiv Foul von Eli Brooks hatte man 2:30 Minuten vor Viertelende eine weitere Gelegenheit, den Rückstand deutlich zu verringern, doch sowohl die beiden Freiwürfe als auch gleich zwei Dreipunkte-Würfe im anschließenden Angriff blieben ohne jeglichen Zähler. 20 Sekunden vor dem Ende des dritten Viertels bot sich nochmals die Möglichkeit, als Yuval Hochstadter beim Stand von 52:63 für zwei Freiwürfe an die Linie durfte. Bambergs Nummer 66 traf jedoch nur einen Wurf und so ging es beim Stand von 53:63 ins Schlussviertel.
Es fehlen einem schon die Formulierungen, doch nachdem der erste Angriff der Trierer im letzten Viertel ins Leere lief, hatten die Bamberger ein weiteres Mal die Möglichkeit, das schon mehrfach Erwähnte zu schaffen. Jordan Jones konnte seinen Korbleger aber nicht im Netz unterbringen und so blieben die Trierer auch weiterhin solide in Führung (55:69/33.). Auch Mitte des vierten Viertels betrug der Trierer Vorsprung 14 Zähler (60:74/35.), doch dann war es auf einmal plötzlich doch geschafft. Richard Balint traf für drei Punkte und 3:44 Minuten vor dem Ende war der Rückstand nur noch einstellig (70:79/37.). Die Gastgeber nahmen ihre erste Auszeit und hatten im Anschluss die perfekte Antwort parat. Ein Dreier mit Foul von Jordan Roland sowie zwei Steals, die EJ Onu per Alley-Oop sowie Justin Simon per Fast Break Dunk zum 72:87 (38.) nutzten, sorgten hier für die Vorentscheidung.
Das hat das Spiel entschieden:
Trefferquote: Am Ende des Spiels hatten die BMA365 Bamberg Baskets zwar 12 Würfe aus dem Feld mehr als die Trierer, die Gladiators hatten dafür in allen Kategorien die besseren Quoten. In allen vier Wurfstatistiken lag die Trierer Quote um mindestens 10 Prozent höher als die der Bamberger. Nur 23% der Bamberger Dreier fand ihr Ziel und auch bei den Freiwürfen hatte man wie schon zuletzt im Heimspiel gegen Jena so seine liebe Mühe. Nur 10 der 17 Versuche konnten im Korb untergebracht werden (59%).
Mangelnde Cleverness: Zu häufig standen sich die Bamberger beim Gastspiel in Trier selbst im Weg. Immer wieder, wenn man dachte, jetzt könnte man aufschließen, unterliefen vermeidbare Fehler, die den Trierern so in die Karten spielten. So zum Beispiel hatte man beim Stand von 48:59 nach einem Disruptiv Foul gegen Eli Brooks die Möglichkeit, den Rückstand wieder in den einstelligen Bereich zu drücken, doch zunächst verwarf Joshua Obiesie die beiden Freiwürfe und auch im folgenden Angriff konnten Jonathan Bähre und Mylik Wilson (nach Offensiv-Rebound von Joshua Obiesie) ihre Dreier nicht versenken. Stattdessen traf Eli Brooks auf der Gegenseite mal wieder per Korbleger.
Das Spiel verpasst? Auch in dieser Saison gibt es alle Partien der easyCredit BBL und die im Netto BBL Pokal im Re-Live sowie die Highlights natürlich nur bei DYN.
„Glückwunsch an Trier. Von unserer Seite aus denke ich, dass wir uns im Laufe des Spiels immer besser angepasst und gute Fortschritte gemacht haben. In jedem Viertel konnten wir uns steigern und sowohl defensiv als auch beim Rebounding gute Dinge zeigen. Am Ende des Tages hatten wir zwölf Würfe mehr als Trier. Allerdings müssen wir in den entscheidenden Momenten des Spiels disziplinierter und besser agieren, wenn wir hier in Trier, in einer sehr schwierigen Halle, gewinnen wollen. Es ist also eine bittere Niederlage. Ich hoffe aber, dass wir diese nutzen können, um uns als Mannschaft weiterzuentwickeln, uns zu verbessern und als Team weiter zusammenzuwachsen."
"Glückwunsch an mein Team, das sich hier heute toll durchgesetzt hat. Wir haben in der ersten Halbzeit den Ton gesetzt und uns einen guten Vorsprung erarbeitet. Wir haben über 40 Minuten dominiert und vor allem das Tempo und so das Spiel kontrolliert. In der ersten Hälfte haben wir nur 35 Punkte zugelassen und auch im dritten Viertel waren es nur 18. Im letzten Viertel hatten wir einen leichten Mangel in der Intensität, aber letztlich auch dieses Viertel für uns entschieden. Dementsprechend bin ich heute sehr zufrieden mit unserer Leistung, wir hatten erneut eine sehr ausgeglichene Scoring-Verteilung mit fünf Spielern in Double-Digits. Alle hatten ihren Anteil - sicherlich auch unsere Fans, die erneut eine ganz besondere Atmosphäre geschaffen haben."
VET-CONCEPT Gladiators Trier vs. BMA365 Bamberg Baskets 92:79
( 26:18 – 21:17 – 16:18 – 29:26 )
VET-CONCEPT Gladiators Trier:
- Crowley 13 (5 Rebounds)
- Harris 7 (6 Assists)
- SIMON 10 (3 Steals)
- Yakhchali
- Hollersbacher 5
- Linßen 12
- ROLAND 20 (5 Rebounds)
- Rapieque
- KRIMMER 12
- Zirbes 0
- ONU 6 (2 Blocks)
- BROOKS 7 (6 Assists)
BMA365 Bamberg Baskets:
- Bähre 8
- WRIGHT 15 (8 Rebounds, 3 Steals)
- Jones 2 (7 Assists)
- WILSON 2
- BALINT 17
- Abra
- SCOTT 0
- Terry
- WARD 17 (8 Rebounds)
- Keppeler 6
- Hochstadter 3
- Obiesie 9 (9 Rebounds)
So geht es weiter:
Für die BMA365 Bamberg Baskets geht es nun am kommenden Mittwoch nach Spanien. Am 4. Spieltag in der Basketball Champions League ist man bei UCAM Murcia zu Gast. Das nächste Heimspiel wartet dann bereits am kommenden Wochenende auf die Bamberger, wenn man am Samstag, 14. November, die Telekom Baskets Bonn in der BROSE ARENA empfangen wird. Tip-Off zum Spiel gegen die Rheinländer ist um 18:30 Uhr. Tickets sind online oder direkt im Freak City Store zu bekommen.