Nervenstark! BMA365 Bamberg Baskets gewinnen Overtime-Krimi in Rostock
Nach einer wahren Nervenschlacht haben die BMA365 Bamberg Baskets ihre Partie des 21. Spieltags in der easyCredit Basketball Bundesliga in Rostock gewonnen. Während die SEAWOLVES zunächst die ersten drei Viertel der Partie jeweils mit einem Zähler Unterschied für sich hatten entscheiden können, holten sich die Bamberger den Schlussabschnitt mit drei Punkten Vorsprung und schickten das Spiel somit in die Overtime. Hier ließ die Mannschaft von Head Coach Anton Gavel die Ostseestädter dann kein weiteres Mal in Führung gehen und holte sich am Ende mit 88:86 (41:43 - 72:72) nach Verlängerung den Sieg vor 3.841 Zuschauern in der Rostocker StadtHalle. (Foto: Fotostand Völker)
Topscorer der Gastgeber war TJ Crockett mit 25 Punkten. Bei den Bambergern punkteten alle Starter zweistellig: Watson 19, Demonia 18, Williams 15, Onu 12 und Balint 11.
„Wir haben ein gutes Spiel hier in Rostock gemacht, denn wir haben gemeinsam hart gekämpft und als Team einer für den anderen bis in die Verlängerung gespielt. Wir wussten, dass uns hier in Rostock eine ganz harte Aufgabe bevorstehen würde und genau aus diesem Grund war es wichtig, dass wir unbedingt zusammenbleiben mussten, was uns auch hervorragend gelungen ist. In der entscheidenden Phase haben wir dann auch einige ganz wichtige Würfe getroffen, wichtige Stopps bekommen und so das Spiel gewonnen.“
Der Spielverlauf:
Mit einem wunderschönen ersten Spielzug starteten die BMA365 Bamberg Baskets ins Gastspiel an der Ostsee. Eine Passstafette über mehrere Stationen endete mit einem Lob-Anspiel von Cobe Williams auf EJ Onu, der den Ball per AlleyOop zum 2:0 in den Korb der SEAWOLVES drückte. In Reihen der Rostocker war vor allem TJ Crockett von Beginn an da. Der US-Amerikaner erzielte die ersten sieben Punkte der Seewölfe (4:7/3.). Das Bamberger Spiel geriet im ersten Viertel infolge vieler Ballverluste zwar immer wieder ins Stocken, doch auch die Gastgeber taten sich schwer und so blieb es zunächst knapp, wobei die Seewölfe von teils großen Lücken in der Bamberger Verteidigung oder erfolgreichen Abschlüssen über die „Hintertür“ profitierten (12:15/7.). Lukasz Kolenda baute die Führung der Rostocker mit seinem Dreier auf 14:18 (8.) aus, doch wenig später konnte Zach Ensminger an der Freiwurflinie wieder zum 18:18 (9.) ausgleichen. Cobe Williams holte die Führung bei noch 34 zu spielenden Sekunden dann zurück auf Bamberger Seite, ehe TJ Crockett mit seinen Zählern 8, 9 und 10 im ersten Abschnitt für den 23:24-Zwischenstand nach den ersten zehn Minuten sorgte.
TJ Crockett blieb auch im zweiten Abschnitt heiß. Sein dritter Dreier zum 23:29 (12.) veranlasste Head Coach Anton Gavel zu einer Auszeit. Das anschließende Play schloss EJ Onu per Dunking ab, doch in dieser Phase ließ das Bamberger Spiel ein wenig das Miteinander in der Offensive vermissen. Die Rostocker nutzten dies geschickt und bauten, auch weiterhin von TJ Crockett getragen, ihre Führung aus (27:36/15.). Die nächste Bamberger Auszeit war fällig, doch kurze Zeit später schraubte Andy van Vliet mit seinem Dreier den Bamberger Rückstand erstmals in den zweistelligen Bereich (29:39/16.). Elias Baggette legte sogar noch einen drauf, ehe die Bamberger vor dem Gang in die Halbzeitpause nochmals beeindruckend zurückschlugen. Mit einem 12:4-Lauf, den ein starker Moritz Krimmer mit einem Dreier einleitete, spielte man sich bis zur Pause wieder auf 41:43 heran.
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Der dritte Abschnitt begann dann äußerst zäh. Beide Mannschaften zunächst offensiv nur noch mit wenig Durchschlagskraft und so waren beim 45:49 bereits über fünfeinhalb Minuten nach der Pause gespielt. DeAndre Lansdowne traf per Dreier zum 45:52 (26.), worauf die nächste Bamberger Timeout folgte und Anton Gavel sein Team wieder in die Spur brachte. Wenig später war es erneut Moritz Krimmer, der mit seinem Dreier zum 50:52 (28.) die Rostocker zu einer Auszeit zwang. Nachdem Richard Balint den letzten Angriff des dritten Viertels mit einem Dreier zum 53:56 abgeschlossen hatte, war auch dieser Abschnitt, wie schon die beiden zuvor, mit einem Punkt Vorsprung an die Seewölfe gegangen.
Im Schlussabschnitt waren dann 2:38 Minuten gespielt, als der Dreier von Richard Balint die Führung wieder auf die Bamberger Seite wechseln ließ (59:58/33.). Die SEAWOLVES aber konterten prompt und mit einem 5:0-Lauf holte man sich knapp sechs Minuten vor dem Ende die Führung wieder zurück (59:63/35. – Auszeit Bamberg). Die Rostocker legten nochmals nach (61:67/36.), doch Ibi Watson & Co. gaben sich noch lange nicht geschlagen. Nachdem der Kapitän zunächst auf 65:67 (38.) verkürzt hatte, erzielte Demarcus Demonia per Dreier 2:03 Minuten vor Schluss die erneute Bamberger Führung (68:67/38.). Nicholson und Klassen drehten den Spieß 15 Sekunden vor Schluss nochmals herum (70:72), doch nach Anton Gavels Auszeit war es EJ Onu, der den Bamberger Spielzug zum 72:72 abschloss. Rostocks letzter Wurf von DeAndre Lansdowne ging nicht in den Korb und die Partie damit in die Overtime.
In der Verlängerung legten die BMA365 Bamberg Baskets zunächst leicht vor (75:72/41.). TJ Crockett glich hier aber ebenso prompt wieder aus, wie wenig später D’Shawn Schwartz mit drei erfolgreichen Freiwürfen zum 79:79 (43.). Dreier von Ibi Watson und Richard Balint brachten die Bamberger 88 Sekunden vor Ende der Verlängerung mit 85:81 in Front, doch auch hier kamen die Rostocker nochmals heran. 7 Sekunden vor dem Ende netzte TJ Crocket zweimal von der Freiwurflinie zum 86:85 ein. Es folgte die letzte Bamberger Auszeit, in deren Anschluss Ibi Watson gefoult wurde. Der Kapitän traf beide Freiwürfe (88:85) und im folgenden Angriff der SEAWOLVES entschied man sich zu Foulen. Nachdem Crockett daraufhin den ersten Freiwurf getroffen hatte (88:86), warf er den zweiten absichtlich daneben. Beim Rebound behinderte ihn dann jedoch Kassim Nicholson, weshalb die Rostocker zu keinem weiteren Wurf kamen und die BMA365 Bamberg Baskets damit das Dutzend an Saisonsiegen vollmachen konnten.
Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):
" Wir mussten heute eine Antwort zeigen nach dem Berlin-Spiel. Glückwunsch an die Spieler, dass sie so lange durchgehalten haben. Offensiv war es heute keine Augenweide, aber trotzdem haben wir einige gute Würfe bekommen. Am Ende haben wir die Stopps dann auch bekommen. Teilweise haben wir auch nicht schlau agiert, aber wir sind unglaublich froh, dass wir hier bestehen konnten. In den letzten drei Spielen haben wir von Rostock immer auf die Mütze bekommen. Jetzt in der Overtime zu gewinnen, ist für uns enorm wichtig.“
Przemyslaw Frasunkiewicz (Head Coach ROSTOCK SEAWOLVES):
"Wir haben uns eine zweistellige Führung erarbeitet, den Ball gut bewegt und richtig verteidigt. Danach haben wir den Ball weggeworfen, nicht mehr gepasst und haben Bamberg zurück ins Spiel geholt. Dann ging es Schlag auf Schlag. Am Ende haben sie bessere Abschlüsse als wir gefunden. Es war heute unsere große Chance, über die Top8 nachzudenken. Diese haben wir vertan. Es war wie eine kalte Dusche. Nun müssen wir uns neu ausrichten.“
ROSTOCK SEAWOLVES vs. BMA365 Bamberg Baskets 86:88 n.V.
( 24:23 – 19:18 – 13:12 – 16:19 – 14:16 )
ROSTOCK SEAWOLVES:
- CROCKETT 25
- LOCKHART 0
- Baggette 10 (5 Assists)
- SCHWARTZ 10
- Nicholson 12
- LANSDOWNE 9
- Kolenda 3
- Zilinskas
- Theis
- KLASSEN 10 (10 Rebounds)
- Leuchten 4
- Van Vliet 3
BMA365 Bamberg Baskets:
- Ensminger 4
- WATSON 19 (7 Rebounds)
- Döntgens
- DEMONIA 18
- BALINT 11
- Petković 0
- WILLIAMS 15 (8 Assists)
- Krimmer 9
- Keppeler 0
- ONU 12
- Höllerl
- Crowley 0
Ausblick:
Nach dem Auswärtssieg in Rostock geht es für die BMA365 Bamberg Baskets nun zunächst einmal weiter nach Berlin. Von dort wird man dann am Donnerstag mit dem Zug nach München reisen, wo man am Samstag zum Halbfinale im BMW TOP FOUR antreten wird. Im ersten Semi-Finale um den BBL-Pokal treffen die Bamberger im SAP Garden am Samstag um 16:00 Uhr auf den FC Bayern München Basketball. Im zweiten Halbfinale stehen sich dann im Anschluss ALBA BERLIN und die EWE Baskets Oldenburg gegenüber.