Starker Start, bitteres Ende: BMA365 Bamberg Baskets unterliegen München
Im Münchner BMW Park unterlag die Mannschaft von Head Coach Jesús Ramírez München mit 67:98 (44:48). Dabei zeigte Bamberg vor allem in der ersten Halbzeit eine starke Vorstellung, ehe die Gastgeber die Partie nach der Pause deutlich zu ihren Gunsten drehten (Fotos: Martin Vogel).
Die Baskets erwischten einen hervorragenden Start. Mit hoher Intensität, aggressiver Verteidigung und guten offensiven Entscheidungen setzte sich Bamberg früh ab. Besonders aus der Distanz lief es zunächst: Drei der ersten vier Dreier fanden ihr Ziel. Nach zehn Minuten stand eine deutliche 29:14-Führung auf der Anzeigetafel.
Im zweiten Viertel änderte sich das Bild jedoch. Bayern erhöhte den defensiven Druck und fand offensiv zunehmend seinen Rhythmus. Die Münchner entschieden den Abschnitt mit 34:15 für sich und drehten damit die Partie noch vor der Pause. Dennoch blieben die Baskets zur Halbzeit beim 44:48 in Schlagdistanz.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Bamberg die Partie zunächst offen. Mitte des dritten Viertels betrug der Rückstand beim Stand von 56:66 lediglich zehn Punkte. Mit zunehmender Spielzeit machte sich die Qualität und Tiefe des Münchner Kaders allerdings immer stärker bemerkbar. Die Baskets fanden offensiv seltener gute Abschlüsse und konnten gleichzeitig die Münchner Produktion in der Zone nicht mehr ausreichend kontrollieren.
Spätestens im Schlussviertel setzte sich München entscheidend ab. Während Bamberg in den letzten zehn Minuten lediglich elf Punkte erzielte, kamen die Gastgeber auf 32. So fiel das Endergebnis mit 67:98 letztlich deutlich aus – und spiegelt nur bedingt wider, wie stark die Bamberger Mannschaft insbesondere im ersten Viertel aufgetreten waren.
Die enge Taktung der beiden Testspiele in Braunschweig am Freitag und München am Sonntag war dabei bewusst gewählt. Mit zwei Partien innerhalb von weniger als 48 Stunden simulierten die Baskets bereits in der Vorbereitung eine mögliche Doppelbelastung in der Basketball Champions League. Nach der Reise, zwei intensiven Spielen und den bisherigen Wochen einer langen Vorbereitung ließen im Spielverlauf zunehmend die Kräfte nach – ein Belastungsreiz, der zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung bewusst in Kauf genommen wurde.
Bester Bamberger Werfer war Yuval Hochstädter mit 17 Punkten, der sieben seiner zehn Würfe aus dem Feld verwandelte und alle drei Dreier traf. Jordan Jones kam auf 9 Punkte, Daniel Keppeler und Richard Balint steuerten jeweils 8 Zähler bei.
Trotz der am Ende deutlichen Niederlage lieferte der Test wichtige Erkenntnisse. Gerade das erste Viertel zeigte, mit welcher Intensität und Qualität die Baskets auch gegen einen hochkarätig besetzten Gegner auftreten können.