BBL-Pokal, Nachbericht, Spielbericht

WAHNSINN! Wir schlagen die Bayern und stehen im Pokal-Finale!

21.02.2026

Nach einem unglaublichen Kampf und einer sensationellen Leistung im Halbfinale um den BBL Pokal ringen die BMA365 Bamberg Baskets in der Verlängerung den FC Bayern München Basketball nieder und stehen absolut verdient im Endspiel des BMW TOP FOUR! (Fotos: Christina Pahnke)

In der Overtime behalten Ibi Watson, Cobe Williams & Co. die Nerven und siegen nach einem unbeschreiblichen Dreier-Shootout in der Verlängerung mit 103:97 (34:36 - 83:83) gegen den Top-Favoriten aus München. Das Finale um den BBL Pokal gegen ALBA BERLIN, die sich gegen Oldenburg souverän mit 98:78 durchsetzen konnten, steigt morgen um 16:30 Uhr im SAP Garden in München. 

Bayerns Head Coach Svetislav Pesić hatte im Vorfeld des Halbfinals beim BMW TOP FOUR das Bamberger Spiel über den grünen Klee gelobt und damit natürlich auch seine Mannschaft eindringlich vor dem Team aus Freak City zu warnen versucht. Zurecht, denn was die Bamberger gegen den haushohen Favoriten in der von NEO.bet präsentierten Partie aufs Parkett brachten, war bärenstark. Nachdem man 56 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit bereits mit sechs Zählern in Front gelegen hatte, bogen die Bayern das Spiel doch noch in die Verlängerung. Hier schenkten sich beide Teams nichts und boten den 11.500 Zuschauern im ausverkauften SAP Garden ein wahres Offensivspektakel. Dreier hier, Dreier da … so ging es hin und her, ehe der Underdog aus Freak City verdient das bessere Ende für sich hatte. 

Die auffälligsten Akteure im Team der Münchner waren Nenad Dimitirjević mit 25 Punkten sowie Isiaha Mike, der mit 13 Punkten und 12 Rebounds ein Double Double auflegte. Gleiches gelang auf Bamberger Seite Cobe Williams mit 22 Punkten und 10 Assists, neben dem Ibi Watson mit 24 Punkten sowie Moritz Krimmer mit 15 Zählern und acht Rebounds besonders herausstachen. 

„Wir sind superglücklich über diesen Sieg, den wir unbedingt wollten und für den wir sehr hart gekämpft haben, um eben jetzt um den Titel spielen zu können. Bayern ist eine sehr starke Mannschaft und wir wussten, dass sie Würfe treffen können und dass sie auch sehr schwierige Würfe treffen können. Wir haben aber als Mannschaft wieder einmal zusammengestanden, was letztlich das Wichtigste war. Wir wussten, dass wir hart spielen müssen und dass wir zusammenspielen müssen. Dann würden wir auch unsere Chance bekommen.“
Ibi Watson (Kapitän BMA365 Bamberg Baskets):

Der Spielverlauf:

Die Bamberger kamen gut in dieses Pokal Halbfinale und gingen nach Punkten von Cobe Williams und einem Dreier von Ibi Watson schnell mit 5:0 in Führung. Die Münchner zu Beginn des Spiels mit erstaunlich vielen Ballverlusten. Die Partie insgesamt völlig offen und nach dem AlleyOop Anspiel von Watson auf EJ Onu lag Bamberg wieder knapp mit 9:7 in Front (5.). Die BMA365 Bamberg Baskets präsentierten sich stark, leider jedoch schon früh mit Foul-Problemen, nachdem Ibi Watson und auch Daniel Keppeler bereits zwei persönliche Fouls angekreidet bekommen hatten. Die Jungs aus Freak City aber blieben auch weiterhin voraus und führten nach dem Dreier von EJ Onu sogar mit 17:12 (7.). Ein weiterer Dreier von Zach Ensminger (20:16/9.) reichte aber nicht ganz zur Führung nach den ersten zehn Minuten, denn die Bayern legten noch einen 6:0-Run oben drauf und so ging es beim Stand von 20:22 in die erste Viertelpause.

Das zweite Viertel begann vom Tempo dann eher langsam, was den Bayern in die Karten spielte (22:26/12.). Dann aber konnten die Bamberger doch einmal etwas mehr Geschwindigkeit in die Partie bringen und nach dem Dreier von Kapitän Watson lag man beim 27:26 (14.) erneut in Führung. Bayern Coach Svetislav Pesić nahm eine Auszeit und in der Folge die Bayern in der Verteidigung nun deutlich griffiger. Zudem fielen bis hierher auch viele 50/50 Bälle immer wieder in die Hände der Roten. Der FC Bayern nun mit einem kleinen Zwischenspurt und nach dem erfolgreichen Freiwurf von Isaiah Mike mit 27:32 in Führung (16.). Das Team von Anton Gavel aber blieb ruhig und von knapp 1.000 Bamberger Fans im SAP Garden phänomenal unterstützt auch weiterhin seinem Gameplan treu. Zunächst dunkte EJ Onu zum 31:34 (18.), ehe Moritz Krimmer per Dreier zum 34:35 (20.) einnetzte. Beim Stand von 34:36 ging es in die Halbzeitpause. 

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Mit einem And-one von Vladimir Lucić starteten die Bayern in die zweite Halbzeit (34:39/21.). Der Serbe wurde nun immer stärker und führte sein Team wieder etwas deutlicher in Führung (37:44/23.). Die Bamberger aber ließen sich auch hier weder beirren noch abschütteln. Beim 47:47 (27.) war man nach dem Abschluss in der Zone von Cobe Williams (nach Offensiv Rebound!) wieder dran. Wie schon in der gesamten ersten Halbzeit die Verteidigung der BMA365 Bamberg Baskets jetzt wieder bärenstark. 45 Sekunden vor dem Ende des dritten Abschnitts glich Ibi Watson an der Freiwurflinie ein weiteres Mal aus (51:51), ehe Nenad Dimitrijević die Münchner ebenfalls von der Freiwurflinie wieder in Front warf (51:53). Den Schlusspunkt des dritten Viertels aber setzte Ibi Watson mit einem Dreier und so gingen die Bamberger mit einer 54:53-Führung in den Schlussabschnitt. 

Auch im letzten Viertel beide Mannschaften weiterhin gleichauf (61:61/33.). Dann aber schien das Spiel zugunsten der Bayern zu kippen. Nachdem Andreas Obst zunächst für drei getroffen hatte, ließ Richard Balint auf der Gegenseite einen leichten Abschluss ungenutzt. Im Gegenzug wurde Obst beim Dreier gefoult und Anton Gavel mit einem Technischen Foul belegt. Obst nutzte alle vier Freiwürfe und brachte die Bayern ratzfatz mit 61:68 in Führung (34.). Einmal mehr aber bewies das Team aus Freak City Moral und ging knapp zweieinhalb Minuten später nach dem Abschluss von Austin Crowley im Schnellangriff selbst wieder mit 71:70 (36.) in Führung. Bamberg nun mit dem Momentum und nach dem And-one von Moritz Krimmer bei noch 2:27 Minuten Restspielzeit auf einmal selbst mit sechs Punkten in Front (78:72/38.). Auch 57 Sekunden vor dem Ende betrug der Vorsprung noch sechs Zähler, nachdem Cobe Williams gerade von jenseits der 6,75-Meter-Linie getroffen hatte (83:77). Andreas Obst und Nenad Dimitrijević trafen jedoch ebenfalls aus der Distanz und so ging es beim Stand von 83:83 in die Verlängerung.

Beide Mannschaften in der Overtime nun mit offenem Visier und nach den ersten beiden Minuten der Extra-Spielzeit auf einmal mit unglaublichem Selbstvertrauen in die Würfe von außen! Den Dreier von Cobe Williams (90:87) konterte Andreas Obst (90:90). Cobe Williams legte erneut vor (93:90) doch diesmal antwortete Oscar Da Silva (93:93). 75 Sekunden vor dem Ende der Overtime war es Moritz Krimmer mit einem Dreier (96:93), den die Bayern erneut in Person von Nenad Dimitrijević abermals egalisierten (96:96). Watson traf erneut für drei (99:96) und Dimitrijević ließ auf der Gegenseite einen seiner zwei Freiwürfe liegen. Es blieb aber weiter spannend, denn die Bamberger verloren im nächsten Angriff den Ball. Der Münchner Abschluss durch Andreas Obst verfehlte daraufhin jedoch sein Ziel und der Rebound landete bei den BMA365 Bamberg Baskets. Die Bayern mussten nun Foulen und Ibi Watson sowie Demarcus Demonia blieben an der Freiwurflinie eiskalt und sicherten so den Bamberger Sieg und damit den Finaleinzug. 

Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):

"Herzlichen Glückwunsch an meine Mannschaft, an meine Spieler. In der ersten Hälfte haben wir sehr ordentlich verteidigt, vor allem gegen Andi Obst – drei Punkte nur von ihm vor der Pause. Ab dem vierten Viertel gab es offensiv mehr Spektakel – und natürlich hilft es da, wenn man Würfe trifft. Cobe Williams und Ibi Watson haben stark gespielt, sie sind unsere Anführer, aber vor allem Moritz Krimmer hat das beste Spiel gemacht, seit er von seiner Verletzung zurück ist. Wir hatten nur neun Ballverluste, aber einige Deflections der Münchener hätten auch in die andere Richtung gehen können. Das war schon ein emotionaler Sieg, das erste Mal im SAP Garden, gegen die beste Mannschaft Deutschlands, natürlich ist das speziell. Wir mussten mit einigen Spielern viele Minuten gehen – das ist nicht ideal für das morgige Finale, aber so ist es eben."

Svetislav Pesić (Head Coach FC Bayern München Basketball):

"Gratulation an Bamberg, Gratulation an Anton, Gratulation an seine Mannschaft. Natürlich können wir besser spielen, in der Defense, was unsere Energie angeht, schließlich haben wir zu Hause gespielt, aber wie heißt die alte Weisheit: Du spielst nur so gut, wie die andere Mannschaft es zulässt. Bamberg hat das Spiel bestimmt, wir waren fast immer hintendran. Anton hat als Spieler immer 100 Prozent gegeben und seine Mannschaft hat das heute genauso getan. Und dann haben sie 20 Punkte in der Overtime gemacht, das habe ich so noch nicht erlebt. Noch Mal: Gratulation an Bamberg und alles Gute für das Finale."

FC Bayern München Basketball vs. BMA365 Bamberg Baskets 97:103 n.V.
( 22:20 – 14:14 – 17:20 – 30:29 – 14:20 )

FC Bayern München Basketball: 

  • Dimitrijevic 24 (7 Assists)
  • Da Silva 9
  • Rathan-Mayes
  • Giffey 2
  • Voigtmann 0
  • Kratzer 0
  • Jessup 7
  • LUCIĆ 17
  • OBST 17 (3 Steals)
  • HOLLATZ 5
  • MIKE 13 (12 Rebounds)
  • McCORMACK 3

BMA365 Bamberg Baskets:

  • Ensminger 3
  • WATSON 24
  • Döntgens
  • DEMONIA 11
  • BALINT 0 (3 Steals)
  • Petković 0
  • WILLIAMS 22 (10 Assists, 3 Steals)
  • Krimmer 15 (8 Rebounds)
  • Keppeler 5
  • ONU 13
  • Höllerl
  • Crowley 10

Ausblick:

Morgen geht es ins Finale um den BBL Pokal. Im Endspiel des BMW TOP FOUR geht es um 16:30 Uhr gegen ALBA BERLIN.