WIR SIND POKALSIEGER!
Die Sensation ist perfekt! Die BMA365 Bamberg Baskets haben den BBL Pokal gewonnen. Im Finale des BMW TOP FOUR bezwang das Team aus Freak City am Sonntagnachmittag im SAP Garden in München ALBA BERLIN mit 74:72 (36:37) und holte damit den insgesamt siebten Pokalsieg nach Bamberg. (Fotos: Christina Pahnke)
Das Team von Head Coach Anton Gavel musste sich in die von NEO.bet präsentierte Partie hinein kämpfen. Nach der rundum überzeugenden Partie im Halbfinale gegen den FC Bayern München hatte man im Endspiel gegen die Albatrosse große Probleme beim Rebound. Die Hauptstädter gewann das Duell unter den Brettern mit 44:26 und hatten so am Ende 18 Würfe mehr aus dem Feld. Wie aber schon so oft in dieser Saison blieben die Bamberger sich und ihrem Gameplan treu, spielten sich aus so manch schwieriger Situation wieder heraus und hatten am Ende in diesem Pokalfinale knapp aber verdient die Nase vorne und das, obwohl man allein an der Freiwurflinie bei einer Quote von nur 64% (21 von 33) ein Dutzend an Punkten liegen ließ.
Bester Werfer der Albatrosse war Malte Delow mit 17 Punkten. Ibi Watson (10), EJ Onu (12) und Demarcus Demonia (19) punkteten zweistellig für den neuen Pokalsieger. Bambergs Nummer 8 wurde zum wertvollsten Spieler des Endspiels gewählt.
Der Spielverlauf:
Dass es in diesem Finale um jeden Zentimeter gehen würde, zeigte sich bereits nach 61 Sekunden, als Bambergs Head Coach Anton Gavel nach einem Block von EJ Onu seine Coaches Challenge beanspruchte. Die Schiedsrichter hatten auf Goaltending entschieden, doch nach Studie der Fernsehbilder wurden die Punkte für Berlin annulliert. Beide Mannschaften zu Beginn des Spiels gleichauf. Richard Balints Dreier brachte die BMA365 Bamberg Baskets zunächst in Front (5:4/2.), ehe Malte Delow ebenfalls per Dreier auf der Gegenseite die Albatrosse wieder in Führung warf (5:7/3.). Delow war in dieser Anfangsphase der gefährlichste Berliner und ALBA zog so etwas davon (5:12/5.). Die Bamberger aber blieben fokussiert und kamen durch Treffer von Daniel Keppeler und EJ Onu wieder auf 15:16 heran. Der Schlussspurt gehörte dann aber den Berlinern. Malte Delow netzte seine Zähler 10, 11 und 12 zum 15:19 ein, ehe Jack Kayil einen Bamberger Turnover auf der Gegenseite zum Viertelende mit einem weiteren Dreier zum 15:22 bestrafte.
Zu Beginn des zweiten Viertels verletzte sich dann auch noch Austin Crowley am linken Fuß und musste ausgewechselt werden. Die Bamberger zu diesem Zeitpunkt bereits mit fünf Ballverlusten und ALBA mit 9 Offensivrebounds, die man zu einer 17:26-Führung nutzen konnte. Anton Gavel zog die Bremse und nahm eine Auszeit. ALBA aber blieb tonangebend. Zudem hatten die Bamberger ab der 15. Minuten ein weiteres Problem, da Cobe Williams mit seinem dritten Foul erst einmal auf die Bank musste (22:29). Zumindest aber konnte Austin Crowley aufs Feld zurückkehren und gleich mit einem Dreier zum 25:29 (15.) einen wichtigen Treffer setzen. Demarcus Demonia brachte die Bamberger mit einem And-One auf 28:29 (17.) wieder heran und mit exakt diesem einen Punkt Rückstand ging es dann beim 36:37 auch in die Halbzeitpause.
Das Bamberger Spiel zu diesem Zeitpunkt wahrlich nicht gut, doch das Team kämpfte. Kapitän Ibi Watson brachte seine Mannschaft per Dreier beim 39:37 wieder in Führung, Alba konterte aber sofort (39:41) und blieb nun wieder stets leicht in Führung, auch obwohl Noris Agbakoko ab der 24. Minute mit vier Fouls belastet, mehr von der Bank aus zuschauen musste. Die Berliner aber auch weiterhin stark unter den Brettern und dank ihrer zweiten in der Lage, sich abermals etwas abzusetzen (45:53/29.). Cobe Williams und Demarcus Demonia hielten offensiv hier aber dagegen und so ging es beim Stand von 52:58 in die letzten zehn Minuten.
ALBA zog gleich zu Beginn des vierten Abschnitts wieder auf acht Punkte davon, doch Moritz Krimmer traf aus der Distanz und verkürzte wieder auf 55:60 (32.). Zwei weitere Drei von Richard Balint und von EJ Onu rüttelten die Bamberger Fankurve wieder richtig wach und auf einmal konnte man den es wieder spüren: dieses unfassbare Vertrauen, es als Mannschaft doch irgendwie richten zu können. 5:52 Minuten vor dem Ende waren die rund 1.000 Bamberger Fans im erneut ausverkauften SAP Garden völlig aus dem Häuschen, als EJ Onu den Ball zum 66:62 in den Korb hämmerte. Nach Pedro Calles Auszeit kamen die Berliner doch noch einmal bärenstark zurück. 3:35 Minuten vor dem Ende traf Jonas Mattisseck aus der Ecke für drei und ALBA führte plötzlich wieder (66:69). Demarcus Demonia antwortete mit einem Dreier auf der Gegenseite, doch Berlins Kapitän hatte noch einen weiteren Dreier aus der Ecke im Köcher (69:72/39.). Das sollten aber die letzten Berliner Punkte gewesen sein. Cobe Williams traf einen Freiwurf (70:72). Im Anschluss stoppte man den Berliner Angriff und Ibi Watson glich 81 Sekunden vor dem Ende zum 72:72 aus. Es folgten Ballverluste hüben und drüben. 31 Sekunden vor dem Ende verwarf dann Jonas Mattisseck. Zach Ensminger sicherte den Rebound und seinen <Sekunden vor dem Ende traf Demarcus Demonia zum 74:72. Der letzte Wurf des Spiels von Jack Kayil wurde von Austin Crowley geblockt und die Party im Bamberger Fanblock zum BBL-Pokalsieg 2026 konnte beginnen!
Pedro Calles (Head Coach ALBA BERLIN):
"Erstmal Glückwunsch an Bamberg und Anton Gavel zum Pokalsieg. Trotz der Niederlage möchte ich aber auch meiner Mannschaft gratulieren zu einem starken Wochenende. Ich fand die Herangehensweise meiner jungen Spieler gut, wie sie mit dem Druck umgegangen sind. Es hat sich wieder gezeigt, was wir versuchen, aufzubauen, aber natürlich hätten wir zum Ende hin in der Offense bessere Situationen herausspielen müssen."
Anton Gavel (Head Coach BMA365 Bamberg Baskets):
"Glückwunsch an unsere Spieler zu diesem Pokalsieg. Das ist ein unglaublicher Erfolg für uns. Wir haben heute die Rebounds klar verloren, was uns sehr wehgetan hat wie schon die Spiele zuvor. Wir hatten deutlich weniger Würfe als die Berliner und konnten dann erst im letzten Viertel in Führung gehen. Natürlich gehört auch ein bisschen Glück dazu, dass man am Ende dann so ein Spiel auch gewinnt, aber wir können sehr stolz auf unsere Truppe sein. Wenn man schaut, wen wir alles ausgeschaltet haben - zunächst eine EuroCup-Mannschaft, dann den aktuellen BBL-Tabellenführer, gefolgt von einer Champions League Mannschaft mit Heidelberg, das EuroLeague-Team der Bayern und jetzt mit ALBA ein weiteres Champions League-Team - das sind schon Kaliber, zu denen wir eigentlich nicht zählen. Umso schöner ist es, dass wir das geschafft haben, dass die Jungs daran geglaubt haben und jetzt sind wir einfach nur unheimlich glücklich."
BMA365 Bamberg Baskets vs. ALBA BERLIN 74:72
( 15:22 – 21:15 – 16:21 – 22:14 )
BMA365 Bamberg Baskets:
- Ensminger 5 (6 Rebounds, 8 Assists, 3 Steals)
- WATSON 10
- Döntgens
- DEMONIA 19
- BALINT 6
- Petković
- WILLIAMS 6
- Krimmer 6
- Keppeler 2
- ONU 12 (3 Blocks)
- Höllerl
- Crowley 8
ALBA BERLIN:
- O’Connell 3
- Griesel 2
- DELOW 17
- KAYIL 7 (7 Rebounds, 4 Assists)
- MATTISSECK 7
- Wood 6
- Roberts 7
- Echodas 8
- AGBAKOKO 2
- Artmann Nahmias 2
- BEAN 11 (7 Rebounds)
Ausblick:
Die Mannschaft ist gespannt, was nach der Rückkehr nach Freak City alles passieren wird! Jetzt wird auf jeden Fall erst einmal gefeiert!